Ausstellung im Park – Die Welt in der Schwebe

Seit 2008 verwandelt der kunstverein burgwedel-isernhagen den Alten Park an der Thönser Straße in Burgwedel regelmäßig einmal im Jahr für mehrere Monate in eine „Galerie im Freien“, die jederzeit rund um die Uhr geöffnet ist. Der kunstverein möchte mit diesem speziellen Format unter anderem dazu beitragen, Hemmschwellen abzubauen, indem sich die Kunst in den öffentlichen und frei zugänglichen Raum, also zum Menschen hin, begibt: Ein gezielter Beitrag, Kunst ohne Zwang zu erleben und ihr eine größere Wahrnehmung in der Öffentlichkeit – und durch sie – zu ermöglichen. Kunst braucht das analoge und persönliche Gegenüber und laut Habermas gilt „die Öffentlichkeit als ein kommunikativer Ort der Meinungsbildung und Meinungsäußerung, an dem verschiedene Personengruppen miteinander gesellschaftliche Probleme erörtern und die sogenannte öffentliche Meinung formulieren“. Luft ist existenziell für alle Lebewesen dieser Erde.Sie ist überall, unsichtbar und flüchtig, buchstäblich nicht zu begreifen. Während wir sie im alltäglichen Leben bisher als etwas Selbstverständliches betrachten wirkt sich die Beeinflussung durch den Menschen immer stärker auf die Atmosphäre aus, so dass die empfindlichen Gleichgewichte gestört werden. Die 16. PARKOMANIE möchte mit dem Thema die welt in der schwebe-kunst im dialog mit der luft die aktuelle politische, soziale und künstlerische Entwicklung in den Fokus nehmen. In Zeiten des Umbruchs, der Neuorientierung und der Neugestaltung von Lebenswirklichkeiten brauchen wir einen langen Atem und sehr viel Luft nach Oben. Die Parkanlage Burgwedel mit ihrem alten Baumbestand bietet die Möglichkeiten sich diesen Herausforungen auf den unterschiedlichsten Herangehensweisen ( schwebend in der Luft , zwischen den Bäumen oder einfach auf dem Boden stehend) zu stellen. Im Fokus der Ausstellung soll das Schweben und die Luft als künstlerisches Material, als Idee und als Träger von Formen und Ideen in der Bildenden Kunst stehen. Akustisch, raumgreifend, unsichtbar, solide wie flüchtig, stürmisch, hauchend, säuselnd und schwebend. Teilnahmeberechtigt sind Künstler*innen der Angewandten und Bildenden Kunst. Zugelassen sind Arbeiten sämtlicher Kunstgattungen, Techniken und Methoden, die sich inhaltlich und gestalterisch mit dem Thema auseinander-setzen. Aktionskunst und Performance können im Rahmen der Vernissage und nach Terminabsprache während der Laufzeit der Ausstellung präsentiert werden.

Weitere Informationen: https://www.kunstverein-bwi.de/ausschreibungen-2024/

Bewerbungsschluss: 31. Mai 2024