Ausstellung in Schwetzingen

In diesem Jahr würde Kurfürst Carl-Theodor seinen 300. Geburtstag feiern. Obwohl er ein absolutistischer Herrscher war, gilt er als guter Regent und Landesherr, der 50 Jahre lang die Pfalz und Bayern regierte und sich aus allen Kriegen heraushielt. Unsterblich machten ihn seine Schlösser, insbesondere seine Sommerresidenz in Schwetzingen. Er war ein Musenfreund und großer Kunstmäzen im Geiste der Aufklärung und verdient allein deshalb eine Würdigung, die der Kunstverein Schwetzingen mit seiner Ausstellung anstrebt. Beschäftigt man sich mit seinen Porträts, erkennt man eine stattliche Erscheinung im Prachtgewandt oder in glänzender Rüstung, mit den Insignien der Macht wie auch Requisiten seiner musischen Interessen. Er war sicherlich keine Schönheit und wurde mit zunehmendem Alter mit Bauch und Doppelkinn dargestellt. Das freilich entsprach dem Schönheitsideal des 18. Jahrhunderts. Wie würde, wie könnte ein Carl-Theodor heute aussehen? Das ist die Frage, die der Kunstverein stellt und an die Künstlerinnen und Künstler unserer Zeit weitergibt. Wie werden heute Herren dargestellt, die Verantwortung tragen und repräsentieren müssen, die ihre Macht, ihren Wohlstand zeigen wollen, aber auch ihr soziales Engagement, ihre wissenschaftlichen Interessen und die Liebe zu Kunst und Musik? So sucht der Kunstverein Schwetzingen Bilder und Skulpturen heutiger Herren, die im barocken Ambiente der von CT einst erbauten Schloss-Orangerie gezeigt werden. Es wird ein Katalog erscheinen. Bewerbungen mit Vita bitte an z. H. v. Dr. Dietmar Schuth. Einsendeschluss ist der 17. Mai 2024.

Weitere Informationen: https://kunstverein-schwetzingen.de/re5/?p=3007

Bewerbungsschluss: 17. Mai 2024