Aktuelle Meldungen des BBK

Züricher Preise „The Missing Link“ und „Link 2 Future“ 2019 (28.02.2019)

Im Psychoanalytischen Seminar Zürich, das Ausbildung in allen klinischen Aspekten der Psychoanalyse anbietet, besteht ein ganz wesentliches Interesse an den Spannungsfeldern zwischen der Psychoanalyse und anderen Gebieten. In seinem Umfeld wurde durch Fritz Morgenthaler, Paul Parin und Goldy Parin-Mattéy die Ethnopsychoanalyse begründet und weiterentwickelt. Darüber hinaus gehört die Beschäftigung mit Kultur- und Gesellschaftstheorie, mit Kunst und Wissenschaft und mit aktuellen Fragen zu den zentralen Topoi seines psychoanalytischen Verständnisses. In dieser Tradition steht die Stiftung dieses Preises. Im Austausch mit anderen Disziplinen kann die Psychoanalyse ihr Potential entfalten und die Besonderheiten ihrer Methode und ihres Denkens auch in diesen Bereichen fruchtbar machen. Gleichzeitig kann sie sich von den Erkenntnissen und Neuerungen anderer Gebiete bereichern und herausfordern lassen. Der Preis und seine Verleihung sind öffentlichkeitswirksame Ereignisse, die für die Psychoanalyse Aufmerksamkeit und Publizität im In- und Ausland schaffen. Auch dies führt zu neuen produktiven Verknüpfungen über den fachspezifischen Interessent_innenkreis hinaus. Eingereicht und prämiert werden können neben wissenschaftlichen Arbeiten auch soziale Projekte, bei denen der Austausch mit der Psychoanalyse eine Rolle spielt, oder Kunstwerke, die einen solchen Bezug haben. Die Jury besteht aus fünf Mitgliedern, von denen zwei Teilnehmer des PSZ sind. Sie entscheidet mit Mehrheitsbeschluss. Für beide Preise können neuere wissenschaftliche Arbeiten, Projekte und Kunstwerke eingereicht werden, innerhalb derer es zu einem interdisziplinären Austausch zwischen der Psychoanalyse und einem anderen Gebiet der Wissenschaft oder der Kultur kommt. Entscheidendes Kriterium ist, dass dieser Austausch gegenseitig ist und nicht einseitig Erkenntnisse und Erfahrungen des einen Gebiets auf das andere angewandt werden. Prämiert werden Arbeiten und nicht Personen. Entsprechend sollen nicht Gesamtwerke eingereicht werden, sondern einzelne Arbeiten, die bei Kunstwerken auch mehrteilig sein können.

Weitere Informationen: https://www.psychoanalyse-zuerich.ch/missinglink

Bewerbungsschluss: 28. Februar 2019