Satzung

Satzung des Berufsverbandes Bildender Künstler Sachsen-Anhalt e.V.

 

1.     Name, Sitz, Rechtsform


1.1.     Der Verein trägt den Namen »Berufsverband Bildender Künstler Sachsen-Anhalt e.V.«, im folgenden BBK Sachsen-Anhalt abgekürzt. Sitz des Vereins ist Halle (Saale).
1.2.     Der Bereich des Verbandes ist das Bundesland Sachsen-Anhalt.
1.3.     Der BBK Sachsen-Anhalt ist in das Vereinsregister des Amtsgerichtes Halle (Saale) eingetragen.
1.4.     Der BBK Sachsen-Anhalt ist korporatives Mitglied im Bundesverband Bildender Künstlerinnen und Künstler (BBK) e.V.
1.5.     Das Vereinsjahr ist das Kalenderjahr.

2.     Aufgaben und Ziele


2.1.     Der BBK Sachsen-Anhalt ist ein Berufsverband professionell tätiger Künstlerinnen und Künstler auf allen Gebieten der bildenden Kunst.
2.2.     Der Verband hat die Aufgabe, die Interessen seiner Mitglieder auf Landesebene zu vertreten und berufspolitisch durchzusetzen.
    Dazu gehört im Einzelnen:
    –    Vertretung der beruflichen und kulturpolitischen Interessen sowie der sozialen, rechtlichen und wirtschaftlichen Belange der Mitglieder.
    –    Verbesserung der Arbeits- und Einkommensbedingungen der bildenden Künstler.
    –    Förderung des künstlerischen Nachwuchses.
    –    Aktive Einflußnahme auf kulturpolitische Belange der Gesellschaft über die direkten Interessen seiner Mitglieder hinaus.
    –    Zusammenarbeit und Informationsaustausch mit dem BBK und dessen Mitgliedsverbänden sowie den Mitgliedern untereinander.
2.3.    Der Verband ist parteipolitisch unabhängig und enthält sich jeglicher Festlegung auf eine bestimmte Kunstrichtung
2.4.    Der Zweck des Verbandes ist nicht in erster Linie auf einen wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb gerichtet

3.     Mitgliedschaft


3.1.    Mitglied des BBK Sachsen-Anhalt können natürliche Personen werden, die dessen Satzung anerkennen und entsprechende künstlerisch-fachliche bzw. kunsttheoretische Voraussetzungen erfüllen.
3.2.    Mit der Mitgliedschaft wird die Einzelmitgliedschaft im Bundesverband Bildender Künstlerinnen und Künstler erworben.
3.3    Die Mitgliedschaft ist schriftlich von der Bewerberin/dem Bewerber zu beantragen.
    Aufgenommen wird, wer ein Studium in einem bildnerischen, angewandten bzw. entsprechenden wissenschaftlichen Fach abgeschlossen hat.
    Aufgenommen werden kann, wer eine Ausstellungs- bzw. Publikationspraxis von mindestens drei Jahren nachweist oder den Nachweis einer qualitätvollen und kontinuierlichen Beschäftigung mit bildnerischer Gestaltung erbringt.
3.4.    Die vom Vorstand eingesetzte Aufnahmekommission überprüft, ob diese Voraussetzungen gegeben sind und die Bewerberin/der Bewerber aufgenommen werden kann.
3.5    Für den durch die Bewerbung entstehende Verwaltungsaufwand ist von den Antragstellerinnen/Antragstellern im Voraus eine Gebühr zu entrichten.
3.6    Im Falle einer Ablehnung ist der schriftlich begründete Widerspruch der Bewerberin/des Bewerbers zulässig. Über die endgültige Aufnahme entscheidet der Vorstand.
3.7    Die Mitgliedschaft ist an die Zahl eines Mitgliedsbeitrages gebunden. Die Beitragshöhe wird durch die Mitgliederversammlung festgelegt.
3.8    Der Beitrag ist jährlich bzw. halbjährlich bis Ende des ersten Monats des Jahres bzw. des Halbjahres zu zahlen.

4.    Erlöschen der Mitgliedschaft


4.1    Die Mitgliedschaft im BBK Sachsen-Anhalt erlischt:
    –    durch schriftliche Austrittserklärung, die nur zum Ende eines Kalenderjahres erfolgen kann,
    –    durch Tod,
    –    durch Auflösung des BBK Sachsen-Anhalt.
4.2    Ein Mitglied kann auf Antrag des Vorstandes aus dem BBK Sachsen-Anhalt ausgeschlossen werden, wenn es mit seiner Beitragszahlung länger als 12 Monate im Rückstand und gemahnt worden ist.
4.3    Ein Mitglied kann auf Antrag des Vorstandes aus dem BBK Sachsen-Anhalt ausgeschlossen werden, wenn es sich verbandsschädigend verhält.



5.    Mitgliederversammlung


5.1    Die Mitgliederversammlung ist das höchste Gremium des BBK Sachsen-Anhalt. Sie ist einmal jährlich schriftlich mit einer Einladungsfrist von vier Wochen mit Angabe der Tagesordnung vom Vorstand einzuberufen. Anträge sind mindestens vierzehn Tage vor der Mitgliederversammlung schriftlich in der Geschäftsstelle einzureichen. Anträge, die in der Mitgliederversammlung gestellt werden, können in die Beschlußfassung aufgenommen werden, wenn mindestens zwei Drittel der anwesenden Mitglieder der Dringlichkeit zustimmt.
5.2    Die Mitgliederversammlung beschließt mit einfacher Mehrheit, sie ist ohne Rücksicht auf die Anzahl der Teilnehmer beschlußfähig. Darauf muß bei der Einladung hingewiesen werden. Eine Vertretung in der Stimmabgabe ist unzulässig. Die Beschlußfassung erfolgt in offener Abstimmung; die Wahl der Vorstandsmitglieder erfolgt geheim, wenn dazu der Antrag durch ein Mitglied gestellt wird.
5.3    Außerordentliche Mitgliederversammlungen müssen vom Vorstand einberufen werden, wenn, unter Vorlage der Tagesordnung
–    die Interessen des Verbandes nach Meinung von einem Drittel aller Vorstandsmitglieder eine Mitgliederversammlung erfordern
    –    ein Zehntel aller Mitglieder eine Mitgliederversammlung unterschriftlich beantragen.
5.4    Die Beschlüsse der Mitgliederversammlung sind zu protokollieren, vom Vorsitzenden zu unterschreiben und allen Mitgliedern des BBK in geeigneter Weise zur Kenntnis zu geben.
5.5    Die Mitgliederversammlung gibt sich ihre Wahl- und Geschäftsordnung selbst.
5.6    Satzungsänderungen bedürfen der Zweidrittelmehrheit, die Verbandsauflösung einer Dreiviertelmehrheit. Satzungsänderungen und Auflösung des Verbandes sind nur möglich, wenn sie in der Einladung zur Mitgliederversammlung ausdrücklich aufgeführt sind.
5.7    Aufgaben der Mitgliederversammlung sind:
    –    Entgegennahme der Geschäftsberichte des Vorstandes und der Kassenprüfer
    –    Entlastung des Vorstandes
    –    Wahl des Vorstandes, der Beisitzer und der Kassenprüfer
    –    Wahl der Delegierten zur Bundesdelegiertenversammlung
    –    Festlegung des Arbeitsprogramms und des Haushaltplanes
    –    Satzungsänderungen
    –    Beschluß über die Höhe des Mitgliederbeitrages
    –    Beschluß über Ausschlüsse von Mitgliedern
    –    Auflösung des Verbandes

6.    Vorstand


6.1    Der Vorstand besteht aus dem 1. und dem 2. Vorsitzenden. Sie sind alleinvertretungsberechtigt gem. § 26 BGB. Der Vorstand wird ergänzt durch mindestens 3, maximal fünf Beisitzer; diese sind im Innenverhältnis des Landesvorstandes den Vorsitzenden gleichgestellt.
6.2    Der Vorstand führt die Beschlüsse der Mitgliederversammlung aus, besorgt die laufenden Geschäfte des BBK Sachsen-Anhalt und ist gegenüber der Mitgliederversammlung rechenschaftspflichtig.
6.3    Der Vorstand wird auf drei Jahre von der Mitgliederversammlung gewählt. Er bleibt jedoch auch nach Ablauf der Amtszeit bis zur Neuwahl des Vorstandes im Amt. Die Abwahl von einzelnen Vorstandsmitgliedern bzw. des gesamten Vorstandes außerhalb der satzungsmäßig festgelegten Amtszeit ist möglich, wenn von einem Zehntel der Mitglieder mit Begründung und personellen Alternativvorschlägen der Antrag dazu einer Einladung zu einer Mitgliederversammlung beiliegt.
6.4    Tritt ein Vorstandsmitglied aus persönlichen Gründen vorzeitig zurück, so kann der Vorstand einen kommissarischen Vertreter bis zur Neuwahl in der nächsten Mitgliederversammlung einsetzen.
6.5    Der Vorstand gibt sich seine Geschäftsordnung im Rahmen der Satzung selbst.
6.6    Der Vorstand kann Mitarbeiter zur Wahrung der Geschäfte einstellen.
6.7    Der Vorstand kann zur Erfüllung besonderer Aufgaben Ausschüsse, Kommissionen oder einzelne Personen berufen.
6.8    An den Sitzungen der Gremien können Mitglieder grundsätzlich teilnehmen. Sie sind nicht stimmberechtigt.

7.    Kassenprüfer


7.1    Die Mitgliederversammlung wählt zwei Kassenprüfer für die Dauer von zwei Jahren.
7.2    Die Kassenprüfer kontrollieren die Kassen- und Belegführung des BBK Sachsen-Anhalt und erstatten der Mitgliederversammlung Bericht.



8.    Haftung, Vermögen, Auflösung


8.1    Für Verbindlichkeiten des BBK Sachsen-Anhalt haften die Mitglieder nur mit ihrem Anteil am Vereinsvermögen und mit ihren ausstehenden Beiträgen. Jede weitere Haftung ist ausgeschlossen.
8.2    Die Auflösung des BBK Sachsen-Anhalt erfolgt durch Beschluß der Mitgliederversammlung.
8.3    Bei Auflösung des BBK Sachsen-Anhalt fällt vorhandenes Vereinsvermögen an eine durch die Mitgliederversammlung zu bestimmende kulturelle Stiftung oder eine Anstalt öffentlichen Rechts des Landes Sachsen-Anhalt.
8.4    Bei Auflösung des BBK Sachsen-Anhalt werden alle Verträge, die der BBK Sachsen-Anhalt mit Dritten unterhält, aufgehoben und gelöscht. Eine Haftung gegenüber Dritten besteht nur in der Höhe der Vereinseinlage.


Halle (Saale), den 6.9.2014

 

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