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Forum Kultur und Politik der Ebert-Stiftung in Halle am 17. Mai

Die Friedrich-Ebert-Stiftung, Landebüro Sachsen-Anhalt lädt zu ihrer nächsten Veranstaltung in der Reihe "Forum Kultur & Politik" ein. Zu Gast ist der Künstler Klaus Staeck. Termin: 17. Mai 2017, 18.00 Uhr, Veranstaltungsort: Georg-Friedrich-Händel-Halle, Salzgrafenplatz 1, 06108 Halle (Saale), Telefon 0345 2040546. KLAUS STAECK, Jahrgang 1938, wächst in der Chemiestadt Bitterfeld auf. Nach dem Abitur übersiedelt er 1956 nach Heidelberg. Von 1957-1962 studiert er Jura in Heidelberg, Hamburg und Westberlin. 1960 wird Klaus Staeck Mitglied der SPD. Er organisiert politische Demonstrationen und arbeitet als polit-satirischer Grafiker in der Tradition von John Heartfield. Zu seinem Werk gehören über 300 Plakate, größtenteils Fotomontagen mit ironischen Sprüchen. Staeck produziert im Bundestagswahlkampf etwa 1 Million Plakate, Postkarten und Aufkleber. Allein das Plakat "Deutsche Arbeiter! Die SPD will euch eure Villen im Tessin wegnehmen" erscheint in einer Auflage von 70.000 Exemplaren. Die CDU prozessiert gegen ihn. Inzwischen ist 41-mal vergeblich versucht worden, Plakate und Postkarten verbieten zu lassen. 1973 wird er Vorsitzender des mit Joseph Beuys gegründeten Vereins "Freie Hochschule für Kreativität und interdisziplinäre Forschung". Nach der Wende in der DDR tritt Staeck 1990 in die Akademie der Künste zu Berlin ein, die von Heiner Müller geleitet wird. Durch die Vereinigung der beiden Berliner Akademien wird Staeck 1993 Mitglied der gemeinsamen Akademie der Künste. 1992 organisiert er mit Christoph Tannert und Eugen Blume die 3. Bitterfelder Konferenz. 2004 wird er Mitglied des Kultursenats des Landes Sachsen-Anhalt. Von 2006-2015 ist Klaus Staeck für drei Amtsperioden Präsident der Akademie der Künste.

Weitere Informationen: 0514 Kultur und Politik.pdf