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Neue Werkdatenbank Bildende Kunst Sachsen freigeschaltet

Am 24. Juni wurde durch Kunstministerin Dr. Eva-Maria Stange im SMWK die

neue in Zusammenarbeit mit der SLUB entwickelte Werkdatenbank des Landesverbandes Bildende Kunst Sachsen offiziell freigeschaltet. Mit der „Werkdatenbank Bildende Kunst Sachsen“ bietet sich für alle sächsischen Künstlerinnen und Künstlern die Möglichkeit, ihre künstlerischen Arbeiten online zugänglich zu machen. Sie kann den Kunstschaffenden als Arbeitsinstrument und Werkverzeichnis dienen, aber auch wie ein virtuelles Nachlassdepot wirken. Die Eingabe der Kunstwerkdaten kann durch die Künstler oder deren Erben selbst vorgenommen werden, nach der Antragstellung und Überweisung der einmaligen Lizenzgebühr von 50 bzw. 80€. Eine Jahresgebühr von 10 € wird ab dem 2. Jahr der Nutzung fällig. Die Datenbank wird vom Landesverband Bildende Kunst Sachsen fachlich betreut und durch regionale Tutoren unterstützt sowie von der Sächsischen Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden (SLUB) technisch betreut. Die Datenbank enthält aktuell bereits 13.500 Werke - davon 9.700 online sichtbar - von 49 aktiv eintragenden Künstlerinnen und Künstlern - von denen 37 ihre Werke sichtbar gestellt haben. Die Künstler*innen entscheiden selbst, mit welchen Werken sie in das Verzeichnis aufgenommen und welche davon öffentlich zugänglich gemacht werden sollen. „Die Datenbank erfüllt neben der Veröffentlichung der künstlerischen Arbeiten auch die Funktion eines Bestandsverwaltungsinstruments für die Künstler*innen, so dass einerseits künstlerische Gesamtwerke in ihrer Komplexität greifbar und zugänglich gemacht werden können und zugleich die Werkdatenbank längerfristig ein Spiegelbild der bildkünstlerischen Vielfalt in Sachsen sein kann", betont Till Ansgar Baumhauer, Vorsitzender des Landesverbandes Bildende Kunst Sachsen. Das Verzeichnis ist ein stetig wachsendes System, das vom Mitwirken der Künstlerinnen und Künstler lebt. Die Qualitätskontrolle und die Verfeinerung der Informationen zu den eingegebenen Informationen erfolgt im laufenden redaktionellen Betrieb. Durch die Verwendung von Normdaten, standardisierten Metadatenformaten und durch die Unterstützung internationaler Bildaustauschformate sowie durch die Anbindung an die internationalen Bibliographien und das Langzeitarchiv der SLUB sind Nachhaltigkeit und Nachnutzbarkeit der Daten auf höchstem technischen Niveau sichergestellt. Die Werkdatenbank ist auch Teil des Projekts „Konzeption für den Umgang mit Künstlernachlässen“, ebenfalls Auftrag aus dem Koalitionsvertrag. Dessen Umsetzung als Pilotvorhaben begonnen hat. Eine Nachlassfördereinrichtung ist bei der Sächsischen Landesstelle für Museumswesen im Aufbau. „Das digitale Werkverzeichnis sächsischer Künstler*innen ersetzt nicht das Bewahren der originalen Kunstwerke, es bietet aber Hinführung und Recherchemöglichkeit zu den Original-Standorten. Zudem bietet es viele Funktionen, die reale Depots nicht haben. Die zweisprachige Datenbank ermöglicht jederzeit und weltweit den Blick auf nicht öffentlich zugängliche und weit verstreute Werke, enthält zusätzliche Informationen zu Werken und Kunstschaffenden“, unterstreicht Kunstministerin Dr. Eva-Maria Stange. Sie ergänzt: „Die Werkdatenbank kann wie ein Schaufenster sächsischer Kunst sein und zu einem Arbeitsinstrument auch für Museen, Galerien, Kunsthochschulen und für die Kunstwissenschaft werden. In dieser Datenbank verknüpfen sich Sachsens künstlerische und technologische Potenziale auf sehr nützliche Weise.“

Link zur Werkdatenbank: www.werkdatenbank.de

Weitere Informationen: www.lbk-sachsen.de/datenbank/ansprechpartner