Archivierte Ausstellungen

Hans-Christoph Rackwitz – Rückblick

Bild: Hans-Christoph Rackwitz, Portal der Sixtiruine Merseburg, 2016, Zeichnung, 49,5 x 50 cm

16.11.2017 - 26.01.2018

Hans-Christoph Rackwitz, 1956 in Halle geboren, hat sich mit ausgefeilten grafischen Arbeiten in den letzten Jahrzehnten weit über die Grenzen von Sachsen-Anhalt einen Namen gemacht. Charakteristisch für den Zeichner, Radierer und Maler sind vor allem filigrane, fein durchgearbeitete Darstellungen, die thematisch der Architektur, Landschaft und Natur verbunden sind. Außergewöhnliche Kunstfertigkeit und Beobachtungsgabe gepaart mit dem kontinuierlichen Streben nach Perfektion sind dabei die Garanten für einzigartige virtuose  Werke. Radierungen und Zeichnungen sind Rackwitz' Metier und sein unverkennbarer Stil ist ebenso faszinierend wie inspirierend.

Schon während seiner Schulzeit entdeckt Hans-Christoph Rackwitz seine Leidenschaft für die Kunst, die ihn Ende der siebziger Jahre an die heutige Kunsthochschule „Burg Giebichenstein“ in Halle bringt, wo er 1982 das Diplom ablegt und einige Jahre als Lehrbeauftragter tätig ist. Während in den nächsten Jahren der Mensch zusehends aus den Arbeiten des Künstlers verschwindet, rückt die Natur und die darin eingebundene Architektur sukzessive in den Vordergrund. In den Folgejahren perfektioniert Rackwitz das Zeichnen schließlich so weit, dass seine Darstellungen den Betrachter erst auf den zweiten Blick erahnen lassen, mit welcher Fantasie und kreativen Kraft das präzise wiedergegebene Original ergänzt und kommentiert wurde. Somit gleichen seine Darstellungen oft märchenhaft anmutenden oder futuristischen Fantasiewelten und nicht selten verströmen die verfallenen alten Dorfkirchen, Grabanlagen und Teile verschiedenster profaner oder sakraler Gebäude einen Hauch morbiden Charmes. Rackwitz' Werke sind ästhetisch und entfachen ein aufgrund ihrer technischen Raffinesse herbeigeschworenes Gefühl der Bewunderung.

Neben einer Vielzahl von Ausstellungen sowie Ausstellungsbeteiligungen, wurde Hans-Christoph Rackwitz auch mit mehreren Preisen geehrt. Zuletzt erhielt er 2013 den halleschen Kunstpreis.

Eröffnung: Donnerstag, den 16. November 2017, um 17 Uhr

Galerie im cCe Kulturhaus Leuna
Am Haupttor
06237 Leuna