Archivierte Ausstellungen

Reinhard Rex, Malerei, Objekte und Benjamin Borisch, Fotografie

NACHEN

Bild: Reinhard Rex, "Rausch", Installation

23.02. - 31.03.2017

Ein Nachen (althochdeutsch: Nahho, germanisch Nakwa, indogermanisch Nagua) bezeichnet ursprünglich einen Einbaum, ein kompaktes, flaches Boot bzw. Kahn für die Binnenschifffahrt.

Reinhard Rex, Malerei, Objekte
Man findet bei Ihm Materialien, die bereits Benutzung, Abrieb und fast Zerstörung fanden, ihre Patina und Zerfall ist gerade der Stoff, entweder Idee oder aber Verwandlung und Umwandlung. So sind da: Plastikfolien, gefärbt und durchlöchert, alte Wellpappe, Lehm und Kalk als Pigment.
"Das Erdenschwere soll zum Ausdruck kommen und mit der Erdenschwere auch das menschliche Dasein. Wie ist es um das menschliche Dasein bestellt?" R. Rex
In anderen Arbeiten zeigt er den Holzschnitt. Es ist gerade diese Technik, das schneiden in Holz, die Entscheidung zwischen Schwarz, Weiß und ob geplant, oder mit etwas Glück, die samtenen Grautöne. So schneidet er ohne große Vorzeichnung, gelingt es, oder wird es ein Stück Holz für den Ofen. Den sicheren Weg geht er dabei nicht.
Parallel zu Malerei Grafik Objekt, entsteht die Holzplastik. Zu bemerken ist hier, dass der Entstehungsprozess und das letztendliche Aussehen der Form und ihrer Oberfläche, ohne Schnörkel und getrimmtem Schliff stehen und so direkt den Arbeitsprozess mit Stecheisen, oder Kettensäge nachvollziehbar machen. M. P. Sidorow


Benjamin Borisch, Fotografie

Treibgut, Fundstücke
Das Finden besonderer Orte und Gegenstände mit all Ihren Geheimnissen, ist eine wichtige Passion in meiner Arbeit. Mich interessieren durch den Zeitlauf bedingte Transformationen in der Natur. Durch das Arbeiten der Naturkräfte sind Treibgut und Fundstücke - in Abhängigkeit zur Zeit - markanten Veränderungen ausgesetzt. Es entstehen Bilder, welche belegen, wie die Natur ihr Terrain verändert oder zurückerobert. Die Bildgegenstände haben mitunter lange Wege hinter sich, wie bei einer Flaschenpost - ich versuche in Ihren Spuren und Deformationen zu lesen. B. Borisch
 „Der Einfluss, den der Mensch auf die Natur ausübt, und die Reaktion der Natur darauf bilden ein ambivalentes Wechselspiel, das den relevanten Warenfetischismus unserer Zeit aufzeigt. Die Abgründe dieser Entwicklung zeigen sich in den Werken Borischs, durch den temporalen Faktor transformiert, und in die Natur integriert, als melancholischer Spiegel des menschlichen Seins, der den Betrachter auffordert, das eigene Handeln jeden Tag aufs Neue zu reflektieren.“ C. Zimmerman


Eröffnung: Mittwoch, den 22. Februar 2017 um 19 Uhr


Zur Eröffnung der Ausstellung spricht der Maler Alfons Scholz.
Musikalisch begleitet wird der Abend von Haiko Dau (Sitar).


MDR Landesfunkhaus
Stadtparkstraße 8
39114 Magdeburg