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Tisa von der Schulenburg-Preis (30.07.2017)

Der Tisa von der Schulenburg-Preis wird für Malerei, Bildhauerei und Grafik ausgeschrieben und ist mit 5.000 € dotiert. Er kann auf bis zu zwei Teilnehmer aufgeteilt werden. Mit der Preisverleihung geht eine Ausstellung einher, die eine Auswahl der Kunstwerke des Preisträgers präsentiert. Preisverleihung und Preisträgerausstellung sind im Herbst 2017 in Dorsten vorgesehen. Der Preisträger, der die Arbeiten für die Ausstellung auswählt, muss zur Verleihung persönlich anwesend sein. Der Preis wird an Künstler vergeben, die sich mit Lebenssituationen von Menschen in einer sich verändernden Gesellschaft, insbesondere der Arbeitswelt, befassen. Über die Vergabe des Förderpreises entscheidet eine Fachjury. Eine Begründung erfolgt nicht. Ein Einspruch gegen die Entscheidung ist nicht möglich. Das fünfköpfige Gremium setzt sich zusammen aus Fachwissenschaftlern/innen von Hochschulen oder Museen, Journalisten/innen und Mitgliedern aus dem Stiftungsvorstand. Tisa Schulenburg hat sich zeitlebens intensiv mit Menschen in Grenzsituationen beschäftigt. Situationen, die den Menschen zutiefst betreffen und ihm das Letzte abverlangen. Sie hat nicht nur die körperliche Schwere der industriellen und insbesondere der bergmännischen Arbeit ausdrucksvoll dargestellt, sondern diese "Menschen vor Ort" in ihrem ganz wesentlichen Teil ihrer Existenz erfasst. Dieser selten ausdrucksstarke existentielle Ernst findet sich auch in den Darstellungen von Aussätzigen in Äthiopien, in politischen Ereignissen (Chile, Vietnam, Südafrika, Kosovo) oder den Judenpogromen bis hin zum Holocaust.

Weitere Informationen: http://www.tisa-von-der-schulenburg.de/preis_2017.php

Bewerbungsschluss: 30. Juli 2017