„1. Mai – Internationaler Kampftag der Arbeiterin“ von Johann Spengler
Die Reihe „1. Mai – Internationaler Kampftag der Arbeiterin“ von Johann Spengler (*1995 in Berlin) widmet sich in acht Wimpeln Frauen in verschiedenen Berufsfeldern in der DDR.
Während in der BRD bis 1957 noch der Gehorsamkeitsparagraph galt und die Erwerbsquote von Frauen Ende der 80er Jahre bei 56% lag, erreichte die Erwerbsquote von Frauen in der DDR in dieser Zeit über 90%. Dies führte meist aber auch zu einer Doppelbelastung von Frauen in der DDR, da neben den durchschnittlich 43 Stunden pro Woche Lohnarbeit, die gleiche Anzahl an Stunden für Carearbeit dazukam. Auf diesen, heute immer noch relevanten Aspekt, wird mit dem Wimpel „Doppelbelastung“ eingegangen.
Der Wimpel, welcher in der DDR ein omnipräsentes Objekt zu feierlichen Anlässen und Ehrungen war, wurde hier als Medium gewählt. Im Jahr 2026 jährt sich der „Tag der Arbeit“ zum 136. Mal: das erste Mal wurde dieser weltweit 1890 als Protesttag ausgerufen. Der fiktive Titel „Internationaler Kampftag der Arbeiterin“ legt nochmal mehr Fokus auf die Arbeit von Frauen.
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Weitere Informationen zum Künstler: johannspengler.de
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