Künstlernachlässe

Blick in das Atelier von Klaus Thiede (1939-2016), Foto: Ulrich Wohlgemuth

Die Frage nach dem Umgang mit dem Nachlass von Künstler*innen ist zu einem drängenden Thema geworden. Auf zahlreichen Fachtagungen und Symposien wird diese Thematik aus unterschiedlichen Blickwinkeln beleuchtet. Es existieren zahlreiche Stiftungen und Vereine, die sich um Nachlasspflege kümmern. Um die Interessen der verschiedenen Künstlernachlass-Initiativen zu koordinieren, gründete sich 2017 der „Bundesverband Künstlernachlässe“.

Auch der BBK Sachsen-Anhalt widmet sich seit einigen Jahren intensiv dieser Problematik. Zu diesem Zweck haben unsere Mitglieder 2015 eine Arbeitsgruppe Künstlernachlässe gegründet. Wir fokussieren vor allem auf zwei Aspekte. Zum Einen dokumentieren wir Werkverzeichnisse und Nachlässe digital in unserer “Werkdatenbank Bildende Kunst Sachsen-Anhalt“, zum Anderen setzen wir uns für die Gründung eines “Zentrums für Künstlernachlässe Sachsen-Anhalt” ein. Die Landesregierung versichert in ihrer Koalitionsvereinbarung, dass sie den BBK bei der Gründung eines Nachlassarchivs unterstützt.


Der BBK Sachsen-Anhalt betreibt seit 2017 die „Werkdatenbank Bildende Kunst Sachsen-Anhalt“. Darin werden Werkverzeichnisse und Nachlassverzeichnisse bildender Künstlerinnen mit Bezug zu Sachsen-Anhalt veröffentlicht. Die Werkdatenbank informiert die Öffentlichkeit – darunter zum Beispiel Kuratorinnen oder Forschende – über die Lebenswerke einzelner Künstlerinnen und bildet in der wachsenden Anzahl von Verzeichnissen die Vielfalt künstlerischer Positionen in Sachsen-Anhalt […]


Im November 2023 veröffentlichte der BBK Sachsen-Anhalt 6 neue Verzeichnisse in der Werkdatenbank Bildende Kunst Sachsen-Anhalt! Die beteiligten Künstler*innen hatten im Verlauf des Jahres 2023 an einem dreiteiligen Kurs der halleschen Kunsthistorikerin Katharina Lorenz teilgenommen, die vom BBK beauftragt war, in die Benutzung der Datenbank einzuführen.


Im Dezember 2022 hat der Berufsverband Bildender Künstler Sachsen-Anhalt die Verzeichnisse von 4 bildenden Künstler*innen aus Halle (Saale) online veröffentlicht. Erstmals seit dem Bestehen der Werkdatenbank erstellten Mitglieder des BBK Sachsen-Anhalt selbst ihre eigenen Verzeichnisse. Sie haben Informationen zu ihrem Werdegang, zu Ausstellungen, Auszeichnungen und Publikationen bereit gestellt und bei den einzelnen künstlerischen Arbeiten Fotografien […]


Das Design der Werk-Datenbank Bildende Kunst Sachsen-Anhalt wurde 2021 überarbeitet und stammt von Pepe Jürgens in Zusammenarbeit mit Daniel Burckhardt. Die Finanzierung erfolgte im Projekt “BBK POP (Professionelle Online Präsenz)” durch das Programm “KULTUR.GEMEINSCHAFTEN” der Kulturstiftung der Länder im Rahmen von NEUSTART KULTUR.


Im September 2021 kam das mehrjährige Pilotprojekt Werk-Datenbank Bildende Kunst Sachsen-Anhalt mit der Veröffentlichung von 3 weiteren Verzeichnissen zu seinem erfolgreichen Abschluss:


Ab Frühjahr 2019 wurden Verzeichnisse über eine offene Ausschreibung des BBK Sachsen-Anhalt aufgenommen. Eine fünfköpfige Fachjury aus Vertreter*innen der Kunststiftung Sachsen-Anhalt, des Kunstmuseums Magdeburg, der Feininger-Galerie Quedlinburg sowie freien Kunstwissenschftler*innen wählte im Juli 2019 aus 21 eingereichten Bewerbungen 11 Vor- bzw. Nachlässe bildender Künstler*innen zur Aufnahme in die “Werk-Datenbank bildende Kunst Sachsen-Anhalt“ aus. Ein weiteres […]


Die ersten drei Verzeichnisse der Werkdatenbank wurden durch den Vorstand des BBK Sachsen-Anhalt in Absprache mit der Arbeitsgruppe Künstlernachlässe des BBK Sachsen-Anhalt zur Veröffentlichung ausgewählt. Diese wurden im November 2018 durch Kulturstaatssekretär Dr. Gunnar Schellenberger im Rahmen einer Pressekonferenz in der Staatskanzlei und Ministerium für Kultur in Magdeburg freigeschaltet:


In der Pilotphase des Projekts von 2018 bis 2021 wurden ausgewählte Verzeichnisse in die Werkdatenbank eingepflegt, die eine Bandbreite an künstlerischen Gattungen, Generationen und regionaler Verteilung innerhalb von Sachsen-Anhalt abdecken. Die Pilotphase wurde von der Investitionsbank Sachsen-Anhalt im Rahmen des Programms „Digital Heritage“ finanziert. Die ersten drei Verzeichnisse wurden von Projektmitarbeiter und Kunsthistoriker Sven Pabstmann […]