Early Bird zur KUNST/MITTE Magdeburg 2022 (31.03.2022)

Für die kommende KUNST/MITTE 2022 vom Do. 25. bis So. 28. August 2022 möchten wir euch unser Early Bird Angebot unterbreiten: Bei verbindlicher Anmeldung bis einschließlich 31. März 2022 habt ihr die Möglichkeit einen 20%igen Rabatt auf die diesjährigen Teilnahmegebühren zu erhalten.

Weitere Informationen: https://kunst-mitte.com/

Bewerbungsschluss: 31. März 2022

 

BBK-Werk-Datenbank steht nun allen offen!

Nachdem das Pilotprojekt mit 12 Werkverzeichnissen und 11 Nachlassverzeichnissen erfolgreich abgeschlossen wurde, starten wir nun in eine neue Phase. Ab sofort können sich alle Künstler*innen aus Sachsen-Anhalt um die Aufnahme in die „Werk-Datenbank Bildende Kunst Sachsen-Anhalt" bewerben. Voraussetzung ist eine professionelle künstlerische Tätigkeit.

Die Nutzung der Datenbank ist mit einer einmaligen Gebühr verbunden (für BBK-Mitglieder: 50,00 Euro, für andere: 80,00 Euro). Der BBK Sachsen-Anhalt kann keine Kosten für die Reproduktion der Werke, die inhaltliche Erschließung oder die Dateneingabe bereitstellen. Aber wir arbeiten daran, dass alle Interessent*innen ab Februar 2022 folgende Unterstützung erhalten: Workshop/Einweisung in die Nutzung der Datenbank (eintägiger Workshop in Halle), danach regelmäßig (z.B. einmal monatlich, ein Nachmittag) Gelegenheit zu gemeinsamen Arbeitstreffen der einspeisenden Künstler*innen, ggf. mit Begleitung durch erfahrende Expert*innen. Bekunden Sie Ihr Interesse in einer formlosen E-Mail unter nachlass@bbk-sachsenanhalt.de.

Weitere Informationen: https://werkdatenbank.bbk-sachsenanhalt.de

 

Tag der Druckkunst 2022: Ab 1. Januar eintragen!

Zum vierten Mal rufen wir zum Tag der Druckkunst auf – allen Widrigkeiten zum Trotz. Am 15. März 2022 jährt sich wieder die Eintragung traditioneller Drucktechniken in das bundesweite Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes. Trotz eines Lockdowns konnten im letzten Jahr immerhin ca. 150 Veranstaltungen stattfinden. Wir hoffen, dass dies auch im kommenden Jahr gelingen kann.

Informationen dazu stehen auf der Webseite www.tag-der-druckkunst.de zur Verfügung, die Anmeldung von Veranstaltungen ist ab dem 1. Januar 2022 möglich. Trotz des ersten Lockdowns konnte 2020 die Hälfte der rund 350 geplanten Veranstaltungen stattfinden, 2021 fanden ca. 150 Veranstaltungen statt.

Den bundesweiten Tag der Druckkunst hatte der BBK ins Leben gerufen, um die Lebendigkeit dieses immateriellen Kulturerbes zu vermitteln. Die Resonanz übertraf schon 2019 mit mehr als 250 Veranstaltungen alle Erwartungen. Im Jahr 2022 können sich am 15. März sowie in den beiden Wochen davor und danach Künstler:innen, Druckwerkstätten, Kunsthochschulen, Museen und andere Akteure, die künstlerische Drucktechniken vermitteln, mit Angeboten wie Druck-Symposien, einem Tag der offenen Druckwerkstatt, Schnupperkursen für Drucktechniken für Kinder und/oder Erwachsene, Ausstellungen, Informationsveranstaltungen und ggf. auch digitalen Formaten und anderem beteiligen. Auf der projekteigenen Internetseite wird sich erneut das bundesweite Engagement widerspiegeln.

Weitere Informationen: https://www.tag-der-druckkunst.de/

 

Pressemitteilung des BBK Bundesverbandes: „Auf geht's."

Der vorgelegte Koalitionsvertrag greift durchaus Forderungen der Kulturakteure, von Künstlerinnen und Künstlern auf. Der BBK Bundesverband begrüßt Vorhaben der Koalition zur Einkommens- und sozialen Sicherung Kreativer, zur Stärkung der Künstlersozialkasse und dabei vor allem auch die langfristige Beibehaltung der erhöhten Zuverdienstgrenze. Endlich steht auch die die Schließung des Gender Pay Gap auf der politischen Agenda. Ebenso dringlich ist die geplante strukturelle Förderung der Kunst- und Kulturszene und ihrer Verbände, sehr willkommen die Stärkung der Bundeskulturfonds – so auch der Stiftung Kunstfonds – und der Kulturstiftung des Bundes.

Nun wird es vor allem auf die konkrete Umsetzung dieser Vorhaben ankommen: Vordringlich ist die Verankerung von Mindesthonoraren in Förderrichtlinien des Bundes, sodass es heißen kann: Pay the artist – für alle künstlerischen Leistungen! Wünschenswert sind auch fiskalische Anreize für den Kunst- und Kulturgenuss spartenübergreifend. Vermisst werden klare Aussagen zur dringend nötigen Reform der Grundrente. Und schade, dass der Mut zu einem Bundeskulturministerium als Anerkennung der Relevanz von Kultur fehlte. Dagmar Schmidt und Marcel Noack, BBK Bundesvorsitzende: Die existentielle Not Kreativer – nicht nur in der Corona-Krise, sondern strukturell – ist offensichtlich im politischen Bewusstsein angekommen. Der BBK Bundesverband steht mit Rat und Tat zu Seite und freut sich im künftigen „Plenum der Kultur" auf den Diskurs mit der Politik.

 

Neue Übersichten über Förderprogramme der EU

Auf der EU-Ebene gibt es insgesamt 13 Förderprogramme verschiedenster Ausrichtung, die Fördermöglichkeiten für den Kultur- und Kreativsektor bieten. Eine neue Website bietet einen guten und einfach verständlichen Überblick mit Erklärungen zum jeweiligen Programm. Nicht bei jedem Programm benötigt man europäische Partner:innen. Für die kulturelle Bildung ist insbesondere der Europäische Sozialfonds interessant, für Projekte im ländlichen Raum das Programm Leader.

Das Kompetenzzentrum Kultur- und Kreativwirtschaft des Bundes hat zudem ein Dossier vorgelegt, das einen Überblick über relevante Förderschwerpunkte der EU für die aktuelle Förderperiode bietet. Neben dem Programm Creative Europe werden weitere Förderprogramme, wie Horizon Europe, das neue Europäische Bauhaus, Invest EU und Digital Europe dargestellt und Fördervoraussetzungen für potentielle Bewerber:innen beschrieben.

Zur Übersicht der Förderprogramme: https://www.europa-foerdert-kultur.eu/

Zum Dossier: https://107904.seu2.cleverreach.com/c/65344657/429cb7af661-r3fhoz

 

Künstlersozialversicherung: Verlängerung der pandemiebedingten Sonderregelungen

Die pandemiebedingten Sonderregelungen für Versicherte in der Künstlersozialversicherung (KSK) wurden bis Ende 2022 verlängert. Versicherte können auch im nächsten Jahr mehr als 450 Euro/Monat, nämlich bis zu 1.300 Euro/Monat aus nicht-künstlerischer selbständiger Tätigkeit verdienen, ohne den Versicherungsschutz zu verlieren. Zudem kann auch 2022 das Mindesteinkommen ohne Gefahr für einen Verbleib in der KSK unterschritten werden. Normalerweise bleibt die Mitgliedschaft in der KSK nur bestehen, solange das Mindesteinkommen aus selbständiger künstlerischer Tätigkeit nicht mehr als zweimal innerhalb von sechs Kalenderjahren die Grenze von 3.900 Euro im Jahr unterschreitet. Ein Unterschreiten der Grenze in den Jahren 2020, 2021 und nun auch 2022 bleibt unberücksichtigt.

Weitere Informationen: https://www.kuenstlersozialkasse.de/die-ksk/meldungen.html#c641

Kunstpreis Sachsen-Anhalt geht an Ulrich Wüst

Ulrich Wüst, Fotokünstler, erhält den Kunstpreis des Landes Sachsen-Anhalt (7.500 Euro). Bekannt wurde er mit Aufnahmen von Stadtsituationen. Er fotografierte Magdeburg und andere Orte der DDR, auch das wiedervereinigte Berlin, und ebenso die ländliche Uckermark. Sein persönlich-dokumentarischer Stil zeichne sich durch eine Thematisierung der „Besonderheit der Situation zwischen Architektur, Raum und der so offensichtlichen Leere" des Szenarios aus, so die Jurybegründung. Die Auszeichnung wird an Künstlerinnen und Künstler vergeben, die einen „wichtigen Beitrag zur Entwicklung der neueren Kunst in Sachsen-Anhalt geleistet haben. Sie müssen durch Herkunft, Wohnsitz, Atelier oder ihr künstlerisches Schaffen in besonderer Weise mit dem Land Sachsen-Anhalt verbunden sein." Der BBK Sachsen-Anhalt war in der Jury durch das Vorstandsmitglied Andrey Bobb vertreten.

Weitere Informationen: https://kultur.sachsen-anhalt.de/index.php?id=75708

 

Forderungen an die Koalitionäre und Neuwahl des BBK-Bundesvorstands

Knapp 60 Delegierte aus dem gesamten Bundesgebiet haben auf der 15. Bundesdelegierten-versammlung des BBK Bundesverbands, mit mehr als 10.000 Mitgliedern größter Künstler:innenverband Europas, über ihre Forderungen an die Koalitionsparteien beraten und für die kommenden vier Jahre einen neuen Vorstand gewählt. Die verhandelnden Parteien werden aufgefordert, im Koalitionsvertrag konkrete Maßnahmen verbindlich zu verabreden, die die Rahmenbedingungen für Bildende Künstlerinnen und Künstler spürbar verbessern.

Die zentralen Erwartungen lauten: faire Vergütung aller künstlerischer Leistungen, u. a. durch die Verankerung der Ausstellungsvergütung in Förderrichtlinien der öffentlichen Hand und im Urheberrechtsgesetz; Reform der sozialen Sicherungssysteme, damit Bildende Künstler:innen in ihren hybriden Erwerbsleben bei Einkommensausfällen und im Alter abgesichert sind, u. a. durch eine Erhöhung des Bundesanteils für eine starke und zukunftssichere Künstlersozialkasse und durch eine im Mindesteinkommen angepasste Grundrente; Geschlechtergerechtigkeit statt Gender Pay Gap und Gender Show Gap, u. a. durch die Wiedervergabe des Gabriele Münter Preises für Künstlerinnen ab 40; fiskalische Anreize für den Kunst- und Kulturgenuss, u. a. durch einen Steuerfreibetrag für Kultur von 20.000 €, beispielsweise für Kunstankäufe; Atelierraumförderung analog zur Förderung des sozialen Wohnungsbaus.

Das höchste Gremium des BBK Bundesverbands wählte zudem einen neuen Bundesvorstand: Mit 98 % der Stimmen wurde Dagmar Schmidt (Niedersachsen) zur Bundesvorsitzenden wiedergewählt, neuer Co-Vorsitzender ist Marcel Noack (Sachsen). Zu Beisitzer:innen wurden gewählt: Dierk Berthel (Bayern), Doris Granz (Schleswig-Holstein), Jutta Pelz (Brandenburg), Doris Weinberger (Bremen), Ulla Windheuser-Schwarz (Rheinland-Pfalz). Mit stehenden Ovationen verabschiedeten die Delegierten den langjährigen Bundesvorsitzenden Werner Schaub. Sie dankten ihm für seinen großartigen Einsatz für die Bildenden Künstlerinnen und Künstler und trugen ihm einstimmig die Ehrenmitgliedschaft an.

Am Vortag hatte der BBK Bundesverband in der Landesvertretung Niedersachsen das Symposion „ProKunsT – ÜberLeben mit Kunst" veranstaltet.

Die Aufnahme ist hier online abrufbar: https://www.youtube.com/watch?v=YlLqq4xfgTA.

 

ProKunsT6 Digitales BBK-Handbuch für nur 10 Euro

Erstmals ist das vom Bundesverband Bildende Künstlerinnen und Künstler herausgegebene Standardwerk in digitaler Fassung erschienen. Das Handbuch enthält Informationen zum Berufsstart, zum künstlerischen Einkommen, zu Steuern, sozialer Sicherung, Urheberrecht, Kunst am Bau und vieles andere mehr. In den aktualisierten Kapiteln finden sich zahlreiche Links zu weiterführenden Informationen sowie Musterverträge, -formulare und Checklisten. Der Download kostet für BBK-Mitglieder nur 10,00 Euro!

Download und weitere Informationen: https://www.bbk-bundesverband.de/projekte/aktuelle-projekte/prokunst-2021

Zertifikatskurs Kuratieren der UdK Berlin (16.01.2022)

Ausstellungen von Kunst, Kultur, wissenschaftlichen und gesellschaftspolitischen Themen stoßen auf großes öffentliches Interesse und initiieren einen breit angelegten gesellschaftlichen Diskurs. Das Medium Ausstellung bezieht sich dabei heute nicht mehr allein auf traditionelle Orte, Berufsfelder und Themen. Dieser Entwicklung trägt der Zertifikatskurs Kuratieren Rechnung. Die Weiterbildung vermittelt den Teilnehmenden fundiertes Wissen für die kuratorische Praxis aus fachspezifischer und interdisziplinärer Sicht – durch erfahrene Fachdozent*innen, Expert*innengespräche, Beratung und Besuche von Ausstellungsorten des internationalen Kulturstandortes Berlin. Es besteht die Möglichkeit, eigene Ausstellungsprojekte einzeln oder in Arbeitsgruppen während der Kurslaufzeit zu bearbeiten. Eine Einzelberatung durch Dozent*innen ist inbegriffen. Der berufsbegleitende Zertifikatskurs richtet sich an alle, die das Kuratieren neben- oder hauptberuflich bzw. in einem nichtkünstlerischen Berufsfeld ausüben, sowie an Entscheidungsträger*innen öffentlicher Institutionen und Unternehmen. Teilnahmeentgelt: 3.300 Euro, Einzelmodulbuchung à 900 Euro, 3 Ratenzahlung à 1.120 Euro, Präsenzstunden: 100, Mindestteilnehmerzahl: 20, Höchstteilnehmerzahl: 24, Laufzeit: 11.02.2022 – 25.06.2022, jeweils Fr und Sa 9.00 - 18 Uhr bzw. 19 Uhr.

Weitere Informationen: https://www.ziw.udk-berlin.de/?id=53&L=0&kursid=53200822_1&pk_campaign=KFI&utm_source=Empf%C3%A4nger+Nachrichten&utm_campaign=8c146fa70a-EMAIL_NACHRICHTEN_NA_15102021&utm_medium=email&utm_term=0_4d61337e12-8c146fa70a-127863245

Anmeldeschluss: 16. Januar 2022

Angebot: Künstlerportal Deutschland

Der Leipziger Verein Kunst+Projekte e.V. hat das Künstlerportal Deutschland entwickelt, das nun durch Künstlerinnen und Künstler mit Leben erfüllt werden soll. Es ist ein Projekt aus dem Programm Neustart Kultur, gefördert durch Kultur.Gemeinschaften und für die beteiligten Künstlerinnen und Künstler / Kulturschaffenden kostenfrei. Unter Ausnutzung der Möglichkeiten von Globalisierung und Digitalisierung wird eine Plattform geschaffen, wo Künstlerinnen und Künstler sich national und international Aufmerksamkeit und Anerkennung sichern können. Hier kann sich jede Künstlerin und jeder Künstler der angewandten und bildenden Kunst, der in Deutschland lebt und arbeitet, eintragen lassen (wenn er möchte), diskriminierungsfrei und antirassistisch. Auf der Webseite erhalten Sie weitere Informationen und können sich eintragen lassen. Entweder mit einer Verlinkung zur eigenen Webseite, mit E-Mail-Adresse oder einer Sedcard (wird von uns angefertigt). Auch werden neben den konventionellen Kommunikationswegen die Social Media Möglichkeiten genutzt.

Weitere Informationen: https://kuenstlerportal-deutschland.de

Handreichung: Auf den Punkt – Kulturraum Kindheit und Jugend

Die Publikation des Rats fürs Kulturelle Bildung weist auf politischen Handlungsbedarf insbesondere in drei Themenfeldern hin: bei der frühkindlichen kulturellen Bildung in Kitas und Familien, bei Angeboten in der kulturellen Kinder- und Jugendarbeit und vor Ort bei der Sicherung und Schaffung der notwendigen Infrastruktur von physischen Freiräumen und Begegnungsorten. 2020 erschien bereits die bildungspolitische Handreichung „Kulturort Schule".

Weitere Informationen: https://www.rat-kulturelle-bildung.de/publikationen/auf-den-punkt

 

Handbuch: Mehr als Homeschooling und Onlinebasteln

Aus der Not heraus wurden während der Corona-Pandemie mit großer Experimentierfreude und Wagemut digitale sowie hybride Angebote für Kinder und Jugendliche entwickelt. In dem Handbuch werden digitale Jugendarbeit und kulturelle Bildung reflektiert.

Weitere Informationen: https://www.kopaed.de/kopaedshop/?pg=8&pid=1324

 

Podcast der Initiative Urheberrecht

In der Podcast-Serie spricht Anja Goerz mit Persönlichkeiten aus Kunst und Kultur, die neben ihrem kreativen Schaffen für die Rechte von Künstler:innen und Urheber:innen kämpfen, über die Wechselwirkung von Schaffenskraft, Werknutzung und Urheberrecht.

Weitere Informationen: https://urheber.info/podcast

 

Projektabschluss „Pilotverzeichnisse" mit drei neuen Verzeichnissen in der Werk-Datenbank

Seit heute sind die Verzeichnisse zu Benno Butter, Ludwig Ehrler und Johann-Peter Hinz in unserer Werk-Datenbank Bildende Kunst Sachsen-Anhalt veröffentlicht. Der Dessauer Künstler Benno Butter (1914-1985) war in vielen Sparten tätig, insbesondere schuf er Illustrationen, freie Malerei und Grafik, aber auch Hinterglasbilder und Ausstattungen für Bühne und Film. Einer seiner Schwerpunkte war die baugebundene Kunst, wie zum Beispiel in „Das alte Dessau" von 1978, in der Werk-Datenbank hier zu sehen.

Das Werk des ehemaligen BURG-Rektors Ludwig Ehrler (1939-2014) erstreckt sich auf die unterschiedlichsten Gattungen, er trat als Maler großformatiger abstrakt-geometrischer Werke, als Gestalter von Räumen, Ausstellungen, Büchern und Plakaten, als Grafiker und Produzent plastischer Arbeiten in Erscheinung. Vielen dürften seine baugebundenen Arbeiten bekannt sein – wie hier der "Raum der Stille" im Universitätsklinikum Halle (Saale) von 2006.

Auch der Künstler Johann-Peter Hinz (1941-2007) ist mit vielen Werken im öffentlichen Raum präsent – an der frischen Luft und in Kirchen. Ein prominentes Beispiel steht in der Stadt, in der seit 1970 gelebt hat: "Brüche der Geschichte", 2000, vor dem Burchardikloster Halberstadt, abrufbar hier.

Mit dieser Veröffentlichung kommt ein mehrjähriges Projekt des Kulturwerks des BBK Sachsen-Anhalt zu einem gelungenen Ende. Dank geht neben den beteiligten Fotograf*innen und Kunstwissenschaftler*innen an die Familien und engagierten Freunde der Künstler sowie ganz besonders an unsere Mitarbeiterin Jenny Weber, die in der BBK-Geschäftsstelle die Fäden in der Hand gehalten hat! Das Projekt ist am kommenden Wochenende (25./26. September 2021) auf der Kunstmesse HAL ART präsent. Am BBK-Sonderstand „Reife Leistung!" können Besucher*innen in der Datenbank stöbern und in einem Vortrag am Sonntag um 11 Uhr mehr über das ambitionierte Projekt erfahren.

Weitere Informationen: https://werkdatenbank.bbk-sachsenanhalt.de

BBKarium im September: René Schäffer

Nach Präsentationen von Michela Benedan, Isabella Sissis, Simon Horn, Sarah Bartmann und Andrea Flemming zeigen wir in unserem Schaufenster in der halleschen Altstadt nun eine Installation von René Schäffer. Das im September 2021 gezeigte interaktive Bild ist eine erste Annäherung des Künstlers an das Thema immersive Webanwendungen. Es geht dabei darum, Techniken des 21. Jahrhunderts für die Kunst nutzbar zu machen. Die virtuelle Galerie art-vr.de lädt ein zu einem Rundgang. Das Projekt wurde gefördert im Rahmen von "Kultur ans Netz".

Foto: Matthias Ritzmann

Weitere Informationen: https://www.bbk-sachsenanhalt.de/ausstellungen/bbkarium

BBK-Mitglied Hannelore Heise verstorben

Der BBK Sachsen-Anhalt hat ein Mitglied verloren. Die Künstlerin Hannelore Heise ist vergangene Woche verstorben. Die Mitteldeutsche Zeitung hat ihr einen Nachruf gewidmet.

Siehe: https://bit.ly/3i9y8sq

 

Erinnerungsort für die „vergessenen Frauen" der Strafanstalt Aichach (15.08.2021)

Die Stadt Aichach lobt einen Wettbewerb zur Gestaltung eines Erinnerungsortes für die „vergessenen Frauen" der Strafanstalt Aichach während des Nationalsozialismus aus. Kunst- und Kulturschaffende können Ideen dafür einzureichen.

In einer ersten Phase können Ideen für die Gestaltung des Erinnerungsortes eingereicht werden. Gestaltende Künstlerinnen und Künstler können dabei gerne auch mit Geisteswissenschaftler*innen zusammenarbeiten. Die Jury wird anhand einer Beurteilungstabelle, die Teil der Auslobung ist, die anonym eingereichten Ideen voraussichtlich im September sondieren und bis zu fünf auswählen, deren Urheber*innen eingeladen werden, ihre Ideen zu Entwürfen weitergehend auszuarbeiten. Dafür haben die ausgewählten Künstler*innen bis Ende 2021 Zeit. Zu Beginn des Jahres 2022 ist dann eine weitere Jury-Sitzung geplant, die Bekanntgabe der Juryentscheidung ist für Ende Januar 2022 vorgesehen. Die Umsetzung soll dann bis Ende 2022 erfolgen. Die Gewinnerin/Gewinner des Wettbewerbs erhält ein Preisgeld von 2000 € brutto, sofern die Wettbewerbsleistungen rechtzeitig und vollständig erbracht worden sind. Die bis zu vier anderen Teilnehmerinnen/Teilnehmer der zweiten Phase erhalten eine Entwurfsentschädigung von je 500 € brutto. Das Honorar für die spätere Ausführung liegt bei 4.000 € brutto. Für die Verwirklichung des Gestaltungsobjektes stehen zusätzlich maximal bis zu 12.000 € brutto zur Verfügung.

Weitere Informationen: https://www.aichach.de/B%C3%BCrger/Aktuelles-Services/Nachrichten/Wettbewerb.php?object=tx%2C2653.5.1&ModID=7&FID=2653.3454.1&NavID=2653.8&La=1

Bewerbungsschluss: 15. August 2021

 

Ideenwettbewerb „Kunst im Stadtbild Wolfsburgs" (03.09.2021)

Der Titel des Kulturentwicklungsplans „Für die Stadt > für die Bürger > für die Zukunft" bildet den thematischen Rahmen für den Ideenwettbewerb. Angesichts einer dynamischen Stadtentwicklung bietet Wolfsburg einzigartige Rahmenbedingungen und Möglichkeiten für die Erprobung und Erforschung der Funktion von Kunst im öffentlichen und digitalen Raum: Welche Rolle spielt Kunst innerhalb der baulichen, digitalen, gesellschaftlichen und damit kulturellen Ausformung einer Stadt? Wie beeinflusst und verändert sie den Menschen, sein analoges und digitales Umfeld sowie seine Wahrnehmung von sich und dem ihn umgebenden Stadtraum?

Den Teilnehmenden des Wettbewerbs wird die Möglichkeit geboten, Ideen für Projekte zur Kunst im Stadtbild von Wolfsburg vorzuschlagen. Dabei steht es ihnen im Rahmen dieser Ausschreibung des Wettbewerbs frei, für welchen Standort innerhalb des Stadtraums sie ihre Projekte entwickeln möchten. In Frage kommen dabei der digitale Stadtraum aber auch freie Bereiche im Stadtgebiet; es muss sich aber stets um öffentliche Räume handeln. Erwartet wird von den Wettbewerbsteilnehmer*innen, dass sie sich mit der Entwicklung der Stadt Wolfsburg und ihrer gegenwärtigen Situation beschäftigen. In Auseinandersetzung mit der Geschichte der Kunst im Stadtbild Wolfsburgs sollen visionäre Ideen entstehen, die von den derzeitigen Freiräumen im Stadtraum Besitz ergreifen.

Teilnehmen können Studierende und Absolventen*innen aus den Bereichen der Fachrichtung „Freie Kunst" und Studiengängen mit den Schwerpunkten „Kunst im öffentlichen Raum" oder „Digitale Kunst", die zum Zeitpunkt der Fertigstellung der Arbeit an einer deutschen Universität, Hochschule oder Fachhochschule eingeschrieben sind bzw. deren Abschluss dort nicht länger als 3 Jahre zurückliegt. Die Immatrikulation bzw. der Studienabschluss ist mit einer entsprechenden Bescheinigung nachzuweisen. Teilnehmen können Einzelpersonen und Arbeitsgemeinschaften mit jeweils einem Projekt. Bei der Einreichung von Gruppenarbeiten muss mindestens eine Person die Teilnahmevoraussetzungen im vorstehenden Absatz erfüllen. Jede*r Teilnehmer*in darf sich nur mit einer Arbeit beteiligen. Es können nur Arbeiten eingereicht werden, die nicht älter als 12 Monate sind, diese dürfen noch nicht an anderer Stelle eingereicht oder veröffentlicht sein.

Weitere Informationen: https://www.wolfsburg.de/newsroom/2014/12/12/10/47/ideenwettbewerb

Bewerbungsschluss: 3. September 2021

BBK Sachsen-Anhalt: Marcus-Andreas Mohr und Annegrete Riebesel sind neue Vorsitzende

Der Berufsverband Bildender Künstler Sachsen-Anhalt e.V. hat nun nicht nur einen neuen Vorstand, sondern auch zwei neue Vorsitzende. Der hallesche Fotograf, Designer und Medienpädagoge Marcus-Andreas Mohr genießt das Vertrauen seiner Kolleg*innen und wurde deshalb zum ersten Vorsitzenden bestimmt. Hoch motiviert geht er diese Aufgabe an. Mit der Glaskünstlerin Annegrete Riebesel, ebenfalls aus Halle (Saale), rückt nun ein langjähriges Vorstandsmitglied in den Vorsitz auf. Es ist folgerichtig und erfreulich, dass sie der Verantwortung, die sie schon seit vielen Jahren übernimmt, nun auch mit dieser neuen Funktion Ausdruck verleiht. Neben den beiden Vorsitzenden hat der BBK Sachsen-Anhalt für die kommenden drei Jahre mit Andrey Bobb, Stefanie Demmel, Line Jastram, Friederike Nottrott und Julia Rückert darüber hinaus sehr engagierte und arbeitswillige Beisitzer*innen im Vorstand. Die erste Sitzung war direkt sehr intensiv und arbeitsreich und zugleich sehr angenehm – so kann es weitergehen!

Nachruf des BBK Bundesverbandes auf Annemarie Helmer-Heichele

Die Künstlerin und langjährige Vorsitzende des Bundesverbands Bildender Künstlerinnen und Künstler (BBK), Annemarie Helmer-Heichele, ist am 3. Juli 2021 im Alter von 72 Jahren verstorben. Sie war eine leidenschaftliche Kämpferin vor allem für die soziale Absicherung Bildender Künstlerinnen und Künstler. Seit 1982 war sie Mitglied im BBK Schwaben Nord und Augsburg, schon 1983 übernahm sie Verantwortung im Präsidium, ab 1993 bis 2013 in leitender Funktion. Ihr Engagement dort trug maßgeblich dazu bei, dass der Verband zu einer festen Größe im Kulturleben der Stadt Augsburg und des Bezirks Schwaben wurde und im bayerischen BBK-Landesverband eine aktive Rolle spielte. 1990 wurde Annemarie Helmer-Heichele mit großer Mehrheit in den Bundesvorstand des BBK gewählt. Von 2005 bis 2017 war sie Vorsitzende des BBK Bundesverbands, gemeinsam mit Werner Schaub. Ihre ganze Kraft investierte sie vor allem in die Verbesserung sozialer Rahmenbedingungen für Bildende Künstlerinnen und Künstler. Ab 1997 war sie Mitglied im Beirat der Künstlersozialkasse (KSK) und Vertreterin der Bildenden Künstlerinnen und Künstler im Widerspruchsausschuss der KSK. Mit der ihr eigenen außergewöhnlichen Energie und Hartnäckigkeit verteidigte sie die KSK als zentrale soziale und weltweit einzigartige Errungenschaft gegen alle Angriffe von außen und innen. Sie vertrat die Interessen der Künstlerinnen und Künstler mit Leidenschaft, Strenge und auch sehr konkret im Einzelfall: Unermüdlich klärte sie auf, beriet in Konfliktfällen und hatte dabei gleichzeitig immer die KSK als Ganzes, als unverzichtbare soziale Unterstützung Bildender Künstlerinnen und Künstler im Blick. Überfordernde Ansprüche lehnte sie vehement im Interesse des Erhalts der KSK ab. Im Verwaltungsrat, der Berufsgruppe I und den Stiftungen Sozialwerk und Kulturwerk der Verwertungsgesellschaft Bild-Kunst engagierte sie sich leidenschaftlich für die Rechte Bildender Künstlerinnen und Künstler. Als langjährige Vorsitzende des Vergabebeirats der Stiftung Sozialwerk war es ihr ein besonderes Anliegen, Künstlerinnen und Künstlern in akuten Notlagen zu helfen. Ihr war der Wert solidarischer Netzwerke sehr bewusst. Sie verstand es, mit ihrer zugleich streitbaren und humorvollen Art in Kooperationen unterschiedlichster Art die Klaviatur einer effektiven Interessenvertretung zu spielen: über die Landesgrenzen hinaus viele Jahre bis 2020 in der Internationalen Gemeinschaft Bildender Künste (IGBK) und dem Kulturausschuss der Deutschen UNESCO-Kommission, spartenübergreifend als Sprecherin des Deutschen Kunstrates (2010 bis 2018) und im Sprecherrat des Deutschen Kulturrats sowie mit ihrer sozialpolitischen Expertise im Fachausschuss Arbeit und Soziales des Deutschen Kulturrats. Und nicht zuletzt war ihr die Idee der Solidargemeinschaft BBK, einer starken, berufsständischen Interessenvertretung Bildender Künstlerinnen und Künstler, immer ein Herzensanliegen, sie setzte sich stets für den Zusammenhalt und die Stärkung des BBK ein. In den letzten Jahren kam noch ein Lieblingsprojekt hinzu: der Tag der Druckkunst am 15. März. Auch dank ihrer Hartnäckigkeit wurden – nach einer mehr als dreijährigen Antragsphase – die traditionellen Drucktechniken ins Bundesweite Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes aufgenommen. Es war ihre Idee, dies mit einem jährlichen Tag der Druckkunst zu feiern, zu dem nun seit 2019 der BBK aufruft – mit ganz großem Zuspruch von Künstlerinnen und Künstlern, Museen, Druckwerkstätten und Kultureinrichtungen, die mit Druckkunst zu tun haben. Für das Jahr 2022 hatte sie sich vorgenommen, den Tag auch in Kooperation mit Druckkünstlern und -künstlerinnen aus anderen europäischen Staaten zu begehen. Sie liebte gutes Essen, Ausflüge mit dem „Schifferl" und vor allem ihren Mann Johann. Ihn vor zwei Jahren zu verlieren war ein tragischer Einschnitt für sie. Gleichwohl ließ sie – wenn es nur irgend möglich war – nie in ihrem Engagement für Künstlerinnen und Künstler nach, und das trotz vieler eigener Beschwernisse. Sozial kämpferisch, streitbar, humorvoll war sie. Wir werden sie sehr vermissen.

Dagmar Schmidt, Werner Schaub, Friederike van Duiven, Doris Granz, Marcel Noack (BBK Bundesvorstand)

Weitere Informationen: https://www.bbk-bundesverband.de/aktuelles

Nachruf des BBK Bundesverbandes auf Prof. Klaus Nerlich

Wir sind sehr traurig. Wir haben unseren überaus geschätzten Vorstandskollegen Klaus Nerlich verloren. Sein ganzes Engagement galt der Kunst, die das Leben feiert: Sein künstlerisches Schaffen und Werk inspirierte andere, Kolleginnen und Kollegen ebenso wie Studierende. Künstler zu sein endete für ihn nicht mit der Konzentration auf das eigene Werk. Mit dem Blick für die großen Zusammenhänge des Kunst- und Kulturbetriebs gab er maßgebliche Impulse für kulturpolitische Entwicklungen und setzte sich als Mensch und Künstler mit seiner ganzen Persönlichkeit für Kunst und Kultur, für Kolleginnen und Kollegen ein. Seit 1985 war er Mitglied des Verbands Bildender Künstler der DDR. Dem Verband Bildender Künstler Thüringen (VBKTh) gehörte er seit der Gründung im Oktober 1990 an und war seit 2002 dessen Sprecher. Im Jahr 2017 wurde er mit großer Mehrheit in den Vorstand des Bundesverbandes Bildender Künstlerinnen und Künstler gewählt. Nach dem Umbruch 1989/90 hat Klaus Nerlich vehement die Interessen der thüringischen Künstlerinnen und Künstler vertreten: gegenüber der Politik, in zivilgesellschaftlichen Netzwerken und im BBK-Bundesverband. Unermüdlich hat er sich für verbesserte berufliche Rahmenbedingungen für Künstlerinnen und Künstler eingesetzt. Ohne ihn und seine Kompetenzen als Moderator und Vermittler wäre die Rückkehr des VBK Thüringen in die Solidargemeinschaft des Bundesverbandes Bildender Künstlerinnen und Künstler nach einigen Jahren der Absenz nicht zustande gekommen. Klaus Nerlich arbeitete auch im Bundesvorstand mit großem Engagement und Sachverstand. Seit 2018 hatte er die künstlerisch-pädagogische Leitung des BBK-Projektes im Förderprogramm „Kultur macht stark" inne. Auf eine Fortsetzung dieses Engagements in einer dritten Förderphase freute er sich. Am 3. Mai 2021 wurde Klaus Nerlich zu Recht der Verdienstorden des Freistaats Thüringen durch den Ministerpräsidenten Bodo Ramelow in seinem Atelier in Weimar verliehen. Besonders geschätzt haben wir seine fundierten und zugleich pointierten Beiträge, seine immer sachlich moderierende Argumentationsweise, seine menschlichen und künstlerischen Erfahrungen, seinen Humor. Klaus Nerlich hat die Zuversicht nie aufgegeben. Er war bis vor wenigen Tagen an allen Sitzungen und Entscheidungen Anteil gehabt, Anteil haben wollen. Es kam für ihn nicht infrage, sich wegen seiner Krankheit aufzugeben – Schonung nur so viel wie unbedingt nötig. Er hatte seine Mitarbeit zugesagt, also engagierte er sich – zuverlässig und unerschütterlich. "Klaus fällt aus" stand im Betreff der Mail, als er uns darüber informierte, überraschend länger im Krankenhaus bleiben zu müssen (wegen weiterer Diagnosen), und er dadurch seine Zusage für ein Podium in Kassel ausnahmsweise zurücknehmen musste. Die Diagnose, vor allem ihre Schwere, hat uns alle vergangenen September erschüttert. "Ich will leben!" hat er gesagt, ja kämpferisch gerufen. Am 4. Juli 2021 ist er gegangen. Wir sind dankbar für die gemeinsame Zeit. Wir werden Klaus Nerlich, seine Kompetenz, seinen Humor und vor allem seine überaus sympathische und verbindliche Persönlichkeit sehr vermissen. Unser Mitgefühl und unsere Gedanken sind bei seiner Frau, seinen Kindern und Enkelkindern, denen wir viel Kraft wünschen.

Dagmar Schmidt, Werner Schaub, Friederike van Duiven, Doris Granz, Annemarie Helmer-Heichele, Marcel Noack (BBK Bundesvorstand)

Weitere Informationen: https://www.bbk-bundesverband.de/aktuelles

BMBF berichtet ausführlich über Projekt des Kulturwerks des BBK Sachsen-Anhalt

"Kunstdetektive in Halle erkunden ihr Revier", Artikel über ein Projekt von Karoline Peisker und Josefine Cyranka im Rahmen von "Kultur macht stark", eine Kooperation von Kulturwerk des BBK Sachsen-Anhalt e.V., Kinderkunstforum e.V. und Franckeschen Stiftungen in Halle (Saale) 2019 bis 2020. Die gewohnte Umgebung neu entdeckt haben die Jungen und Mädchen vom Kunstprojekt „Drei Federstriche". Einmal wöchentlich erkundeten sie die Stadt, entstanden sind Zeichnungen, Drucke, Aquarelle – und neues Selbstvertrauen bei den Teilnehmenden.

Zum Artikel: https://www.buendnisse-fuer-bildung.de/de/kunstdetektive-in-halle-erkunden-ihr-revier-2023.html

Regionalmanager*in Kultur. Handreichung zur Kulturarbeit in ländlichen Räumen

Kultur gewinnt für die regionale Entwicklung in vielen ländlichen Regionen in Deutschland stetig an Bedeutung. Ein vielfältiges Kulturangebot und eine vitale Kulturarbeit tragen maßgeblich zu einem lebendigen Miteinander vor Ort bei. Dafür braucht es verlässliche Ansprechpersonen, die das bestehende Engagement der Kulturakteure, Vereine und kommunalen Kulturämter ergänzen, neue Impulse in die Region geben und Bedarfe in die Verwaltung und Politik zurückspiegeln.

Mit dem Pilotprojekt „Regionalmanager*in Kultur" (2019 – 2023) ermöglichen das Programm TRAFO – Modelle für Kultur im Wandel der Kulturstiftung des Bundes und das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg in fünf Landkreisen und einem Regionalverband in Baden-Württemberg solche Netzwerkstellen für die Kultur. Die nun erschienene Handreichung „Regionalmanager*in Kultur" bündelt Praxiserfahrungen aus dem Pilotprojekt und beschreibt die inhaltlichen Anforderungen an das Aufgabenprofil „Regionalmanager*in Kultur" sowie die notwendigen strukturellen Voraussetzungen für die Einrichtung von Netzwerkstellen für Kultur. In den vergangenen Jahren haben die Kulturministerien verschiedener anderer Bundesländer ebenfalls Netzwerkstellen für die Kultur in ländlichen Regionen eingerichtet und gefördert. Dabei stellen sich oft ganz ähnliche Fragen zur Profilierung, Verortung und Etablierung der Stellen. Ein Austausch dazu und eine Weitergabe des Wissens ist wichtig, um diese Entwicklungen vor Ort und bundesweit voranzutreiben. Dazu möchten wir mit der Handreichung „Regionalmanager*in Kultur" einen Beitrag leisten. Das digitale Dossier „Die neuen Netzwerker", das zusammen mit der Handreichung erscheint, versammelt Stimmen aus der Kulturpolitik und dem Regionalmanagement. Es diskutiert die Relevanz fester Netzwerkstellen für die kulturelle Infrastruktur ländlicher Räume und stellt beispielgebende Regionalmanagements für Kultur vor, die deutschlandweit bereits etabliert sind.

Download der Handreichung: http://www.trafo-programm.de/handreichung_regionalmanager

Infos zum TRAFO-Programm der Kulturstiftung des Bundes: https://www.trafo-programm.de/1988_themen#3133