Elena Kiseleva-Arendt

Malerei, Grafik, Illustration, Kulturelle Bildung

Meine Kunst dreht sich in erster Linie um den Menschen – sein Abbild, seine Identität und die Beziehungen zu dem Raum, in dem er lebt. Aus den realistischen Ölporträts meiner frühen Jahre wuchs der Wunsch, tiefer zu erzählen. So fand ich zum Exlibris, mit dieser Form gelang es mir kleine grafische Welten zu erschaffen in denen ich über Symbole, Interessen und persönliche Mythen einen Menschen darstelle. Ein Exlibris kann jedoch ebenso einem Buch, einem Musikstück, einem Märchen oder einem Mythos gewidmet sein, die dem Auftraggeber besonders wichtig sind. Die nachträgliche Handkolorierung verleiht meinen Radierungen einen besonderen Reiz.

In der Auseinandersetzung mit der Mythologie begann auch meine großformatige Acrylserie „Mann und Frau“, in der ich die komplexen, oft widersprüchlichen Beziehungen zwischen den Geschlechtern untersuche. Harmonie und Konflikt, Nähe und Distanz, Verletzlichkeit und Macht – all diese Spannungen prägen die Bildwelt dieser Reihe.

Als Gegenentwurf zu diesen Konflikten entstand die Serie „Goldenes Land“ in Pastell und Acryl: eine Vision einer idealen Stadt, in der der Mensch in Einklang mit Natur und Tieren lebt – ein utopischer Raum des Glücks und der Harmonie.

In der Acrylserie „Virtuelles Herbarium“ verschiebe ich den Fokus radikal: Die Natur tritt als das Wertvollste und Schönste auf, was die Erde besitzt. Der Mensch erscheint darin nicht mehr als Mittelpunkt, sondern als Teil eines größeren, empfindlichen Ganzen. Diese Arbeiten reflektieren meine Überzeugung, dass die Natur nicht nur unser Lebensraum ist, sondern unser wichtigster Lehrer.

In meinem künstlerischen Schaffen bin ich sehr vielseitig aufgestellt, beherrsche neben der klassischen Radierung auch andere Drucktechniken, wie Aquatinta, Linolschnitt, Fotopolymer und Siebdruck. Auch die klassischen Bereiche wie Zeichnen und Aquarell finden sich in großer Breite in meinem Schaffen wieder. Sehr gern arbeite ich auch in freier Natur und lasse mich dabei von verschiedenen Einflüssen inspirieren, dabei sind auch Landschaften in abstrakter Form entstanden.


Arbeiten

Druckgrafik, Exlibris

Was ein Exlibris ausmacht:
Kleine grafische Arbeit (oft 5–12 cm groß)
Drucktechniken wie Radierung, Aquatinta, Holzschnitt, Linolschnitt.
Symbolische Darstellung der Persönlichkeit, Interessen oder Geschichte des Buchbesitzers. Enthält meist die Worte „Ex Libris“ + Name.
Bedeutung heute: Kunstform, Sammlerobjekt, persönliches Geschenk.

Serie „Goldenes Land“

Die Idee zu dem Projekt ist der alte Menschheitstraum von Utopia, wo Menschen, Tiere und Natur friedlich und glücklich zusammenleben können. Da dieses Land überall und nirgends sein kann, sind die Motive aus Fantasie und Realität konstruiert, die man durchaus als „Architekturmeditationen“ bezeichnen kann.

Abstrakte Landschaften

Aus den Eindrücken von freien Natur entstehen Arbeiten, in denen sich das Gesehene allmählich von der äußeren Form löst und in eine abstrakte Bildsprache übergeht.

Serie „Virtuelles Herbarium“

Das Projekt „Virtuelles Herbarium“ verbindet wunderbare Blumen mit Charakteren aus Kunstgeschichte, Gegenständen oder Tieren zu einzigartigen Kompositionen. Die Zusammensetzung der Gemälde erinnert an botanische Zeichnungen aus der Vergangenheit mit Inschriften, Erklärungen und Stempeln.

Diptychon „Commedia dell`Arte“

Das Diptychon bezieht sich auf die Tradition der Commedia dell`Arte, einen der nachhaltigsten kulturellen Codes der europäischen Kunst. In diesem Projekt werden klassische Bilder im Kontext moderner politischer, sozialer und ökologischer Herausforderungen neu interpretiert.

Serie „Mann und Frau“

In der Auseinandersetzung mit der Mythologie begann auch meine Acrylserie „Mann und Frau“, in der ich die komplexen, oft widersprüchlichen Beziehungen zwischen den Geschlechtern untersuche. Harmonie und Konflikt, Nähe und Distanz, Verletzlichkeit und Macht – all diese Spannungen prägen die Bildwelt dieser Reihe.

Zeichnungen

Zeichnungen, die in der Natur auf meinen Reisen entstanden sind. Tusche, Bundstifte auf bunte Papier.

Malerei

„Schöne Sennerin“, Acryl auf Leinwand, 110 x 78 cm, 2022


Vita

  • geboren in Gatschina / St. Petersburg
  • 1974–75 Besuch der Kunstschule Gatschina
  • 1975–80 Studium der Bildenden Künste am Pädagogischen Institut St. Petersburg,
  • Abschluss als diplomierte Kunstpädagogin
  • 1980-1992 Arbeit als Kunstpädagogin an der Kindermalschule in Gatschina und Privatdozentin in Sankt Petersburg
  • seit 1992 freiberufliche Künstlerin
  • lebt seit 2018 in Deutschland
  • Dozentin an der Lucas Cranach Malschule und der VHS Wittenberg

  • Teilnahme an internationalen Symposien (UNESCO-Projekte) in Graz und Neusiedl am See in Österreich
  • Fortbildungen in Drucktechniken (Fotopolymer, Serigrafie, Radierung) Mariefred in Schweden
  • Druckgrafiksymposium in Kloster Posa Zeitz
  • Drucksymposium Künstlerhaus 188 Halle/Saale

  • 1993   Berliner Mauermuseum
  • 1994   Liberales Zentrum, Karlsruhe
  • 1996   Dostojewski-Museum, St. Petersburg
  • 1998   Exlibris Museum und Institut für Literatur, Moskau
  • 1999   Kunstmuseum, Frederikshavn, Dänemark
  • 2000   Exlibris Museum, Moskau
  • 2000   Ex Libris Weltkongress Boston
  • 2002   Art Centre in Darlington, England
  • 2002   Art Gallery in Richmond, England
  • 2003   Historisches Museum in St. Petersburg, Russland
  • 2003   Frauenmuseum Bonn
  • 2004   Brandenburgischer Kunstverein Potsdam
  • 2004   Galerie Metall und Form, Heidelberg, Deutschland
  • 2005   Nationalbibliothek, St. Petersburg, Russland
  • 2005   Museum der nonkonformistischen Kunst, St.-Petersburg
  • 2006   Kunstmuseum, Frederikshavn, Dänemark, Französisch-russische Zentrum in Nizza
  • 2007   Gallery „Konstfraemjandet“, Eskilstuna Schweden
  • 2008   Museum der nonkonformistischen Kunst, St.-Petersburg
  • 2009   Leo Tolstoj Bibliothek, St. Petersburg
  • 2010   Kunstmuseum, Frederikshavn, Dänemark 2011 Schloss St. Martin in Graz
  • 2012   Palast, Gatschina, Galerie „N-prospekt“, St.-Petersburg
  • 2014   Galerie „Kuenstlerbund“ Graz
  • 2015   Museum für Nonkonformistische Kunst, St. Petersburg
  • 2018   Schmetterlingshorst Berlin,  Art A10 Wildau
  • 2018   Palazzo SUMS, San Marino
  • 2019   Palazzo Della Racchetta, Ferrara
  • 2020   „Norddeutsche und Ansichten“, Kunstraum DC Kiel
  • 2023   Forum Gestaltung Magdeburg, Neues Rathaus Wittenberg
  • 2024   „Form Art“, Glinde
  • 2025   Kunst Mitte Magdeburg, Cranach Stiftung Wittenberg
  • 2026   BBKarium Wittenberg, Kunstgalerie „Pavillon – 61“, Berlin

  • Dostojewski-Museum (St. Petersburg)
  • Nationalbibliotheken St. Petersburg, Wien, Minsk
  • Exlibris-Museen in Moskau, Sint-Niklaas, Boston
  • Frauenmuseum Bonn
  • Art Museum Frederikshavn (Dänemark)
  • Eremitage (Wissenschaftliche Bibliothek)
  • Russisches Museum (Wissenschaftliche Bibliothek)

  • Preis der Eulenspiegelgesellschaft (Belgien)
  • Publikumspreis ART10 (Wildau)
  • Preis der Ottostadt-Magdeburg

  • BBK Sachsen-Anhalt e.V.
  • Russischer Künstlerverband
  • Exlibris- Gesellschaften St. Petersburg & Deutschland
  • Künstlerbund Graz (Österreich)
  • Art- Center „Puschkinskaja 10“. Genossenschaft „Freie Kultur“ St. Petersburg