In der geplanten Gruppenausstellung „Zittern & Zorn – Keine Angst vor der Angst” richtet die GEH8 in den Jahren 2026 und 2027 seinen Blick auf ein zentrales Gefühl unserer Gegenwart: die Angst. Sie ist nicht nur ein individuelles Erleben, sondern ein kollektives, gesellschaftlich wirksames Phänomen. In einer Welt, die zunehmend von Krisen, Unsicherheiten und beschleunigten Veränderungsprozessen bestimmt ist, wird Angst zu einem prägenden Zustand – und zugleich zu einem Werkzeug politischer, medialer und ökonomischer Einflussnahme.
Das Jahresthema lädt ein, Angst als ambivalente Kraft zu begreifen – als Gefühl, das lähmen, aber auch befreien kann. „Zittern & Zorn“ benennt diesen Spannungsraum zwischen innerem Erzittern und äußerem Aufbegehren – ein Feld, das sich in Politik, Alltag und Kunst spiegelt. Um dieser Ambivalenz gerecht zu werden, widmet sich die GEH8 dem Thema über zwei Jahre: 2026 steht der äußere Aspekt im Fokus – Protest, Widerstand, öffentlicher Aufruhr. 2027 folgt der innere – das individuelle Erleben und die psychischen wie existenziellen Wirkungen von Angst.
Bewerbungsschluss: 26. März 2026