Kunst ist Arbeit. Und gehört bezahlt! Aber in welcher Höhe? Was ist fair und angemessen? Honorarempfehlungen bewähren sich als wertvolle Orientierung für Künstler_innen und Kulturarbeiter_innen – in Österreich wie international. Sie fördern Selbstermächtigung bei Honorarvereinbarungen, sie sollen Honorardumping verhindern. Sie sind aber auch ein politisches Instrument, um gemeinsam für eine adäquate Kunst- und Kulturförderung einzutreten. Die IG Bildende Kunst macht sich – seit 2016 unter der Devise „pay the artist now!“ – für eine angemessene Bezahlung künstlerischer Arbeit stark.
Leitfaden und Honorarspiegel für faire Bezahlung in der bildenden Kunst
Die IG Bildende Kunst und die Künstler*innen Vereinigung Tirol haben gemeinsam unverbindliche Empfehlungen für eine faire Bezahlung in der bildenden Kunst erarbeitet. Zwei Grundlagenpapiere sind dabei entstanden: ein Leitfaden und ein Honorarspiegel. In begleitenden FAQ gibt es vertiefende Informationen zu Hintergründen und Honorarkalkulation.
Der Leitfaden fokussiert auf Tätigkeiten im Ausstellungsbetrieb und empfiehlt Basissätze z.B. für eine Ausstellungsbeteiligung oder einen Artist Talk. Der Honorarspiegel ergänzt den Leitfaden und empfiehlt Stundensätze für eine weitere Vielfalt künstlerischer Tätigkeiten, insbesondere für die künstlerische Produktion und die Kalkulation eigener Projekte. Diese Empfehlungen eignen sich als Kalkulationshilfe für bildende Künstler_innen und für alle, die mit bildenden Künstler_innen professionell zusammenarbeiten.
Glossar
Unser pay the artist now!-Glossar beeinhaltet 68 Begriffe. Das Glossar ist eine umfassende Informationsquelle. Wir haben versucht, komplexe Fachbegriffe in klare und prägnante Erklärungen umzuwandeln. Von Aufwandsentschädigung über Nutzungsrechte bis Zweckwidmung.