Flensburger MEMORIAL zur kolonialen Vergangenheit

Es ist eine unbestreitbare Tatsache, dass der Kolonialismus die Stadt Flensburg stark beeinflusst hat. In Flensburg wird seit dem Ende des 20. Jahrhunderts immer mehr darüber nachgedacht und gesprochen. Dieser Prozess wird selbstverständlich weitergeführt.

Nächstes Ziel ist ein Erinnerungsort zu schaffen, der sich mit den kolonialen Verbindungen Flensburgs befasst und dabei die Perspektiven der versklavten Menschen in der Karibik und ihrer Nachkommen berücksichtigt. Um Ideen für einen solchen zu finden, wird ein künstlerischer Wettbewerb international ausgeschrieben.

Der Kolonialismus hat die Stadt Flensburg maßgeblich geprägt. Die kritische Auseinandersetzung hat seit dem Ende des 20. Jahrhunderts in Flensburg zunehmend an Bedeutung gewonnen. Dieser Prozess wird konstruktiv fortgeführt. So soll weniger die Vergangenheit der Handelsstadt bzw. „Rumstadt“ Flensburg als die regionale Einbettung in den dänischen Kolonialismus thematisiert werden – unter Einbeziehung der Perspektiven der versklavten Menschen in der Karibik sowie ihrer Nachkommen.

Zur Findung konzeptioneller Lösungen wird ein zweistufiger künstlerischer Ideenwettbewerb gemäß RPW 2013, § 3.1 zur Gestaltung eines Erinnerungsortes an die kolonialen Verflechtungen der Stadt Flensburg ausgeschrieben.

  • Ziel ist ein Ort des Gedenkens im öffentlichen Raum, der
  • die koloniale Vergangenheit Flensburgs thematisiert und kritisch vermittelt
  • zur Auseinandersetzung mit historischen Verantwortungen anregt,
  • Raum für Dialog bietet und
  • ein Zeichen gegen Rassismus und für Menschenrechte setzt.
  • Der Erinnerungsort soll in unmittelbarer Nähe sowohl zum Hafen als auch zum
  • Flensburger Schifffahrtsmuseum angesiedelt sein.

Teilnahmeberechtigt sind sowohl Einzelpersonen als auch multidisziplinäre Teams aus den Bereichen Bildende Kunst, Geschichtsvermittlung, Landschaftsarchitekturoder Architektur.

Bewerbungsschluss: 30. April 2026