Mit dabei sind: Elena Kiseleva-Arendt, Marion Münzberg, Anne Martin, Friedrich Hensen und Julienne Jattiot
Zeitz. Vom 21. bis 30. August 2026 heißt es zum bereits vierten Mal: Zeitz gehört der Kunst. Zehn Tage lang öffnen sich mehr als 20 Orte in der Stadt, verwandeln sich Straßen, Häuser und Höfe – und laden dazu ein, den Alltag kurz beiseitezulassen und sich auf Kunst, Musik und Begegnung einzulassen. Und das alles bei freiem Eintritt zu sämtlichen Ausstellungen und Veranstaltungen.
Die Nikolaikirche erwacht
Ein Highlight des diesjährigen Festivals: Die Nikolaikirche in der Geschwister-Scholl-Straße wird erstmals wieder bespielt. Tobias Lehner, Michael Krause, Eva Weymann, Kamilla Czosnyk, Friedrich Hensen, Sebastian Hänel und Sascha Röhricht bringen dort Arbeiten und Performances in den Kirchenraum, während Fluktuation8, Ginger Hail, Line Bug und das BigStereoDuo ihn mit Live-Musik füllen. Am 26. August liest Heike Geißler, Preisträgerin des Klopstock-Preises für Literatur Sachsen-Anhalt – und am 30. August geht die Finissage des Kunstfests nahtlos in die Vernissage von „Rhino on Tour“ des Kunstmuseums Magdeburg über.
Vom Amt zur Galerie
Auch das Alte Arbeitsamt in der Von-Harnack-Straße wird noch einmal zur Kunsthalle: Über 30 Künstlerinnen und Künstler bespielen die Räume – darunter mehrere aus dem britischen Hexham, vom Görlitzer Kunstverein „Streifen“ sowie Namen wie Anne Martin, Christa Mayr-Brandl, Christian Gundtoft, Ingrid Klausner oder Yvonne Sprotte. Los geht’s hier bereits am 21. August um 18:00 Uhr mit der großen Vernissage des Kunstfests, tags darauf folgen Performances.
Die ganze Stadt wird zur Kulisse
Und damit nicht genug: Auch die Zeitzone in der August-Bebel-Straße, die ehemalige Brühl-Apotheke, das Atelier von Marcin Zastrozny und die frühere VEB Bürste mit Eckhard Roth und Luzie Die öffnen für das Festival ihre Türen. Im öffentlichen Raum treffen Passant*innen zudem auf die Installationen „Zwürfel“ von Philipp Baumgarten und „Rote Linie“ von Michael Krause.
Richtig lebendig wird es im Reallabor Zekiwa Zeitz: Unter dem Titel „Große Spiele, Kleine Spiele“ verwandeln die Bauhaus Agentinnen den Ort in einen riesigen Erlebnisraum für Kinder und Jugendliche – mit Spielobjekten, Masken und Kunstwerken aus gemeinsamen Workshops mit der Kunst-AG der Schule am Schwanenteich und der Kinder- und Jugendkunstwerkstatt, dazu Spielwelten weiterer Künstler*innen und Studierender sowie ein Adventuregolf-Parcours. Am 22. August feiert dort außerdem der Film über den „Große-Leute-Karneval“ vom Circus Upsala Premiere – Regie: Daria Chalikova.
Weiter geht’s im Krimzkrams mit Tabashi-Workshop, Reparatur-Café und Open Cosplay Studio, im Stadtlabor liest Robert Weinkauf am 25. August in Einfacher Sprache aus „Damals war es Friedrich“. Am 27. August feiert das Kunstfest Premiere im Brühl Cinema mit einer Kurzfilmnacht rund um Zeitz und Hexham, am 28. August trifft sich die Szene beim Salon Zeitz in der Alten Stadtbibliothek zum Netzwerken. Am 29. August verschmelzen im Kloster Posa beim Open Art Festival Posa Ausstellung, Performance und Theater zu einem vielstimmigen Dialog über Identität und Wandel – und zum Ausklang gibt’s am 30. August einen entspannten Klassik-Brunch im Kleinen Rahmen