Eine Gesellschaft, die nicht mehr dazu in der Lage ist, die sie umgebenden Systeme zu deuten und zu verstehen, erleidet eine Art Schockzustand, der stetig wachsende Teile der Gesellschaft in konservative und restriktive Muster flüchten lässt. Misogynie als machtstabilisierende Praxis ist eines von vielen Symptomen volatiler Zeiten. Das Gefühl eines Kontrollverlusts, inszeniert als gescheiterte Männlichkeit, trägt autoritäre Einstellungen immer stärker in den gesellschaftlichen Mainstream.
Die Künstler*innen Vereinigung Tirol widmet sich in ihrem Jahresprogramm 2027 Thresholds Ausstellungen und künstlerischen Positionen, die Gegenmodelle oder gegenkulturelle Dynamiken zu diesem konservativen, antimodernen und autoritären Backlash aufzeigen und alternative Strategien erproben.
Bewerbungsfrist: 1. Juli 2026