Für das Jahressymposion 2026 versammelt der BBK Bundesverband Künstler:innen, weitere Expert:innen und die Öffentlichkeit, um über die Rolle von Kunst im öffentlichen Raum (KiöR) und Kunst am Bau zu diskutieren. Das Symposium widmet sich den Fragen, wie Kunst im öffentlichen Raum heute gedacht, gestaltet und vermittelt werden kann – im Spannungsfeld von gesellschaftlicher Teilhabe, multifunktionalen Stadträumen, politischen und sozialen Aushandlungsprozessen sowie den Anforderungen von Planung, Nutzung und Öffentlichkeit. Im Fokus stehen dabei sowohl aktuelle Herausforderungen als auch Perspektiven für eine zukunftsfähige Praxis. Der BBK Bundesverband erhofft sich vom Symposion maßgebliche Impulse und Erweiterungen für die Sichtweise auf KiöR und Kunst am Bau.
Programm BBK Jahressymposion, 9.10.2026, 17-22 Uhr, Sprengel Museum Hannover
Ablauf (Die teilnehmenden Expert:innen werden zeitnah an dieser Stelle kommuniziert):
- Einlass ab 16:30 Uhr
- 17:00 Uhr: Begrüßung
- 17:15 – 17:45 Uhr: Impulsvortrag – Kunst im öffentlichen Raum / Kunst und Bauen
- 17:45 – 18:30 Uhr: Panel – Kunst am Bau im Kunstdiskurs?
- 18:30 – 19:15: World Cafés
- WS 1 – Kunst im multifunktionalen öffentlichen Raum:
Die Nutzungsansprüche an den öffentlichen Raum sind vielfältig und mitunter konkurrierend. In diesem Spannungsfeld gewinnen Kunst im öffentlichen Raum und Kunst am Bau zunehmend an Bedeutung. Werden ihnen bestimmte Funktionen zugewiesen – etwa als Identitätsstifterin, kritische Instanz oder ästhetische Aufwertung? Welches Wirkungsspektrum entfalten sie, und unter welchen Bedingungen können sie sich frei entwickeln? Wie verhalten sich Kunst im öffentlichen Raum und Kunst am Bau zur „freien“ Kunst? Handelt es sich um eine Königsdisziplin oder um ein Experimentierfeld, das neue Ressourcen erschließt? - WS 2 – Braucht es ein Update der Verfahren und im Umgang mit KiöR?:
Kunstwerke der KiöR und insbesondere der Kunst am Bau entstehen in regulierten Verfahren. Vieles davon ist seit Jahrzehnten eingeübte Praxis und vielfach bewährt. Dennoch lohnt es sich, regelmäßig zu fragen, wie zeitgemäß diese Verfahren sind: Wie wirken sich unterschiedliche Verfahrensarten auf die späteren Ergebnisse von Wettbewerben aus? Welche Relevanz haben aktuelle Entwicklungen neuer künstlerischer Formate für KiöR und Kunst am Bau? Wie kann der Blick auf den gesamten Lebenszyklus von Kunstwerken besser gelingen? - WS 3 – Visionen für öffentlichen Raum und Kunst:
Der öffentliche Raum ist ein umkämpftes Gut und zugleich Gestaltungsfeld. Während Museen Kunstwerken kontrollierte Umgebungen bieten, ist öffentlich genutzter Raum unberechenbar – geprägt von zufälligen Betrachter:innen, wechselnden Witterungsbedingungen, vielfältiger Symbolik und sozialer Dynamik. Gerade diese Offenheit birgt jedoch Chancen: KiöR kann Stadträume neu definieren, Architektur bereichern und neue Nutzungsoptionen eröffnen. Viele Menschen bewegen sich im öffentlichen Raum. Welche Bedeutung messen sie der KiöR aus ihrer jeweiligen Perspektive bei? Welche Chancen kann KiöR für den Sozialraum Stadt bieten? Wie könnten sich KiöR und Kunst am Bau weiterentwickeln? Welche Visionen entwickeln die Teilnehmenden für die Kunst im öffentlichen Raum?
- WS 1 – Kunst im multifunktionalen öffentlichen Raum:
- 19:25 – 20:00 Uhr: Abschlusspanel – Auswertung aus World Cafe und Blick in die Zukunft
- 20:00 – 22:00 Uhr: Ausklang und get together zum Netzwerken
- In Kooperation mit der Stadt Hannover finden vor dem Symposion Stadtspaziergänge mit verschiedenen Schwerpunkten zur Kunst im öffentlichen Raum in Hannover statt. Start: 14 Uhr, Treffpunkt: Vorplatz Sprengel Museum Hannover. (Weitere Informationen zu den Stadtspaziergängen werden zeitnah an dieser Stelle bekannt gegeben).
Wichtige Informationen:
Veranstaltungsort: Sprengel Museum Hannover, Kurt-Schwitters-Platz 1, 30169 Hannover-Südstadt-Bult
Zusatzinformationen: Der Besuch der Ausstellungen des Sprengel Museums Hannover ist am 9.10.2026 für die Besucher:innen des Symposions kostenlos.
Zugänglichkeit: barrierefreier Zugang zu den Veranstaltungsräumen und rollstuhlgerechtes WC
Anfahrt ÖPNV:
Zu Fuß vom Haupbahnhof in ca. 20 Minuten (1,6 km)
U-Bahnen 1/2/4/5/6/8/11/17 bis zur Station Aegidientorplatz (von dort ca. 700 m Fußweg)
Bus 100/200 bis zur Haltestelle Maschsee/Sprengel Museum (direkt vor dem Museum)
Termin: Freitag, 9. Oktober 2026 von 17 bis 22 Uhr