Projektwettbewerb Ländlicher Tourismus

Eine Million Euro für den ländlichen Tourismus: Airbnb und der Deutsche Tourismusverband starten gemeinsamen Projektwettbewerb.

Airbnb und der Deutsche Tourismusverband (DTV) starten einen gemeinsamen Projektwettbewerb, um innovative Tourismusprojekte im ländlichen Raum mit insgesamt einer Million Euro zu unterstützen.

Der gemeinsame Projektwettbewerb NaturMomente ist eine Reaktion auf die starke Nachfrage nach Reisen aufs Land in Deutschland – und soll dazu beitragen, das Bewusstsein, die Akzeptanz und die wirtschaftlichen Potenziale für den Tourismus im ländlichen Raum zu stärken. Er soll Vorhaben unterstützen, die wirtschaftliche und soziale Nachhaltigkeit mit ökologischer Verantwortung verbinden und zugleich die touristische Qualität in der jeweiligen Region verbessern.

Schirmherr des Wettbewerbs ist Alois Rainer, Bundesminister für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat.

Die unabhängige Fachjury besteht aus:  

  • Prof. Dr. Julian Reif, Stellvertretender Direktor Deutsches Institut für Tourismusforschung, FH Westküste 
  • Dr. Franziska Kersten (MdB), Agrarpolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion 
  • Jens Spanjer, Vorsitzender Schlösser und Gärten in Deutschland 
  • Birgit Grauvogel, Geschäftsführerin Tourismus Zentrale Saarland und Mitglied im deutschen Nationalkomitee für das UNESCO-Programm „Der Mensch und die Biosphäre“ (MAB)
  • Franziska Schmieg, Geschäftsführerin Bundesverband Urlaub auf dem Bauernhof und Landtourismus in Deutschland e.V. und Referatsleiterin Ländliche Räume und Diversifizierung beim Deutschen Bauernverband e.V.
  • Norbert Kunz, Geschäftsführer Deutscher Tourismusverband 
  • Kathrin Anselm, General Manager Central & Eastern Europe, Airbnb

Wer kann sich bewerben?

Projekte einreichen können Kommunen, Tourismusorganisationen, Nationale Naturlandschaften (Nationalparke, Naturparke, Biosphärenreservate und Wildnisgebiete), kleine und mittlere Unternehmen, landwirtschaftliche Betriebe, lokale Initiativen und Vereine, Kultur- und Denkmalorganisationen und Privatpersonen. 

Das geplante Projekt muss in einem der ländlichen Räume in Deutschland angesiedelt sein und einen Bezug zur Natur aufweisen. Im Rahmen des Wettbewerbs stehen Regionen im Fokus, die eher dünn besiedelt sind und touristisch über Entwicklungspotenziale verfügen. Die Bewerber:innen müssen ebenfalls ihren Sitz in Deutschland haben.

Im Fokus stehen Projektideen, die bislang noch nicht umgesetzt wurden. Idealerweise sind bereits Vorarbeiten durchgeführt und Genehmigungen eingeholt. Mit den Planungen zur Umsetzung kann also bereits begonnen worden sein. Auch Erweiterungen bestehender Projekte sind möglich. Es muss ein Projektkonzept vorliegen, aus dem die Machbarkeit und die wirtschaftliche Tragfähigkeit (nachgewiesen durch einen Finanzplan) klar hervorgehen.

Was kann ich gewinnen?

Erfolgreiche Bewerber:innen  erhalten eine Unterstützung in Höhe von 25.000 €, 50.000 € oder 100.000 €, um ihr Projekt zu verwirklichen. Gewinner erhalten Mitte-Ende Oktober Bescheid.

Welche Kategorien gibt es?

Kategorie 1: Kultur und Tradition im ländlichen Raum
Projekte, die das kulturelle Erbe ländlicher Regionen bewahren, aktivieren oder neu interpretieren und so zur Attraktivität ländlicher Reiseziele beitragen. Beispiele:

  • Restaurierung oder touristische Aktivierung historischer Gebäude oder Orte, neue Nutzungskonzepte für leer stehende Gebäude oder Orte
  • Projekte zur Stärkung der lokalen Identität und Attraktivität ländlicher Regionen
  • Projekte rund um regionale Traditionen oder Handwerk
  • Kulturelle Programme und Besucherangebote mit regionalem Bezug

Kategorie 2: Gemeinschaftsgetragene Tourismusprojekte
Neue und kreative Ansätze, die ländliche Regionen als attraktive Reiseziele stärken und neue Besuchsanlässe schaffen, insbesondere durch Initiativen von lokalen Gemeinschaften, Gastgeberinnen und Gastgebern sowie anderen touristischen Akteuren vor Ort. Beispiele:

  • Community-getragene Tourismusinitiativen, z.B. durch Einbindung der lokalen Gemeinschaft
  • Projekte von lokalen Gastgeberinnen und Gastgebern (z.B. von Airbnb)

Kategorie 3: Regionale Landwirtschaft
Projekte, die Tourismus mit regionaler Landwirtschaft, lokalen Erzeugnissen und gastronomischen Angeboten verbinden und dadurch authentische Einblicke in Produktion, Ernte und regionale Wertschöpfung ermöglichen. Beispiele:

  • Agrartourismus und „Urlaub auf dem Bauernhof“
  • Restaurants oder gastronomische Konzepte mit starkem regionalem Bezug
  • Hofläden, Direktvermarktung
  • Besucherangebote auf landwirtschaftlichen Betrieben (Hofbesuche, Ernte-Erlebnisse)
  • Kulinarische Routen oder Genussregionen
  • Kooperationen zwischen Tourismus, Gastronomie und regionalen Produzenten

Kategorie 4: Aktiver Natur- und Umweltschutz
Projekte, die nicht nur nachhaltig ausgerichtet sind, sondern einen aktiven Beitrag zum Natur- und Umweltschutz leisten. Beispiele:

  • Projekte zur ökologisch verträglichen Nutzung von Landschaftsräumen
  • Besucherangebote rund um Biodiversität, Wälder oder Gewässer in Verbindung mit Wissenstransfer / Programmen zur Umweltbildung
  • Infrastruktur und Verkehr, die Naturerlebnisse ermöglichen und gleichzeitig ökologische Aspekte berücksichtigen
  • Projekte, die Klimaveränderungen berücksichtigen und einen Beitrag leisten, den ländlichen Raum klimaresilienter aufzustellen

Bewerbungsschluss:  9. September 2026, 16 Uhr